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Verteilte Java-Applikationen für Unternehmen zentral entwickeln: Visual Café Enterprise Suite

Ratingen, 11. März 1999 - Auf der CeBIT 1999 stellt Symantec erstmalig die Visual Cafe Enterprise Suite vor. Das IDE-Tool (Integrated Development Environment) ist die erste Java-Entwicklungsumgebung, die sich den Herausforderungen verteilter Umgebungen in Unternehmen stellt. Die Enterprise Suite ist ab Ende April verfügbar.

Eine typische Entwicklungsumgebung in Unternehmen baut oft auf einer verteilten Systemarchitektur mit unterschiedlichen Zielsystemen auf und erstreckt sich dabei mitunter auf räumlich verteilte Standorte. Dies erschwert ohne spezielle Werkzeuge die Entwicklung entsprechender Applikationen, da man in der Entwicklungsphase die Zielumgebung lokal selten ganz genau nachbilden kann. Die Visual Café Enterprise Suite nimmt sich dieser Problematik an und gibt dem Entwickler all die Funktionen an die Hand, um auch solch komplexe Umgebungen innerhalb der lokalen Umgebung entwickeln und dann in der verteilten Umgebung testen zu können.

Die wichtigste Neuerung ist die Fähigkeit der Enterprise Suite, ein globales Abbild einer verteilten Entwicklungsumgebung verwalten zu können. Der Programmierer kann damit die Java-Applikationen, die auf beliebigen externen Systemen im Intra- oder Extranet ablaufen sollen, wie eine lokale Anwendung behandeln und bei Bedarf direkt auf den tatsächlichen Zielsystemen testen. Der gesamte Entwicklungsvorgang unterscheidet sich damit nicht mehr von der Entwicklung einer lokalen Anwendung. Dies schließt die Kontrolle über den gesamten Code ein, der sich innerhalb der Enterprise Suite auf der lokalen Umgebung befindet.

Während der Testphase können die Entwickler die verteilten Objekte auf den Zielplattformen wie Sun Solaris, Hewlett-Packard HP/UX, IBM AIX, Microsoft Windows NT und Linux ablaufen lassen. Die Java-IDE behandelt die tatsächlich bereits auf den Zielsystemen ablaufenden Applets beispielsweise beim zeilenweisen Vorgehen im Debugger dabei genau so, als würden sie lokal ablaufen. Aufrufe von "Remote" Objekten behandelt das System wie lokale Objekte mit all den Vorteilen, gerade in der Entwicklungsphase.

Ein in der Praxis unschätzbarer Vorteil einer solchen Umgebung liegt in der Möglichkeit, alle Codefragmente für die einzelnen Zielsysteme an einer zentralen Stelle automatisch abzulegen und zu verwalten. Das bisher notwendige und fehlerträchtige (Versionskonflikte etc.) manuelle Verteilen und Testen der Anwendungen auf den Zielsystemen entfällt und spart wertvolle Zeit.

Die Visual Café Enterprise Suite bietet außerdem eine wichtige Hilfestellung bei der Entwicklung von Client- und Serverseitigen JavaBeans auf Basis von CORBA und RMI. Beide ORBs (Object Request Broker) setzen sich derzeit als Standard für verteilte Systeme durch. Der Entwickler kann die ORBs je nach Applikation frei wählen und dementsprechend ohne Einschränkung flexibel agieren. Die Enterprise Suite bietet dem Programmierer hierzu Wizards (Assistenten) an, die den Anwender Schritt für Schritt bei der Entwicklung unterstützen. Der "Remote Client Bean"-Wizard führt dabei durch die grundlegenden Schritte zum Aufbau eines JavaBean-Clients, der per CORBA oder RMI mit einem "Remote" Objekt kommuniziert. Der "Server Object"-Wizard hilft bei der Gestaltung eines CORBA- oder RMI-basierenden Serverobjektes. Die Enterprise Suite harmoniert außerdem direkt mit zentralen Applikationsservern, die bei der Verteilung der Anwendungen im Netzwerk helfen. Zu Beginn steht der direkte Support der bekannten BEA Weblogic-Plattform (ehemals Tengah) zur Verfügung. Symantec beabsichtigt, zukünftig etwa alle 90 Tage Schnittstellen für weitere Applikationsserver zur Verfügung zu stellen.

Mit Hilfe des "Open API" ist es möglich, die Visual Café-Umgebung an bestehende Entwicklungsumgebungen bzw. spezielle Tools wie Versionskontroll- oder Modellingsysteme anzubinden. Auf diese Weise stehen für das bereits bekannte Visual Café 3.0 und damit auch die Enterprise Suite inzwischen externe Werkzeuge von mehr als 300 Herstellern (z.B. Rational, Mercury Interactive, Microfocus/Intersolv) zur Verfügung. Der erste Hersteller, der eine Anbindung an die zusätzlichen Funktionen der neuen Enterprise Suite anbieten kann, ist IBM für den e-Network On-Demand Server. Der Server basiert auf dem Tivoli Enterprise Systems Management-System und dient zur Anpassung der Applikationen an einzelne Benutzer oder Gruppen, der Verteilung auf die Zielsysteme und der zentralen Verwaltung aller Komponenten. Ein IBM-Plugin ermöglicht jetzt die Integration der mit Visual Café Enterprise Suite entwickelten Anwendungen innerhalb dieser Tivoli-Umgebung.

Symantec unterstützt direkt die derzeit führende CORBA-Technologie von IONA, die unter dem Namen Orbix CORBA bekannt ist. Noch in diesem Jahr ist mit Einzug der neuesten Technologie, den Enterprise Javabeans (EJB) zu rechnen.
Bitte verwenden Sie als Hinweis für Ihre Leser dieTelefonnummer des Symantec Customer Service Centers: 069/66 41 03 00

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