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Ein Jahr nach Melissa: Ein Virus macht Karriere

Ratingen, den 23. März 2000 - Am Sonntag, den 26. März 2000, jährt sich zum ersten Mal der Geburtstag des Melissa-Virus, der innerhalb von zwei Tagen Computersysteme auf der ganzen Welt befallen hat. Zum ersten Mal hat sich ein Virus derart schnell verbreitet. Seine durch nichts begrenzte Ausbreitung traf die PCs der Heimanwender ebenso wie die Netze von Unternehmen.
Am 29. März 1999 hatte Melissa bereits geschätzte 100.000 Computersysteme weltweit infiziert, allein eine einzelne Firmenniederlassung hatte 32.000 Kopien der selben Nachricht auf ihren Systemen. Allein in den USA hat der Melissa-Virus geschätzte Kosten in Höhe von 400 Millionen Mark verursacht (Quelle: ICSA). In einer weltweiten Fahndungsaktion konnte das FBI den Virusautor David L. Smith nach drei Tagen verhaften. Es gibt zur Zeit 43 bekannte Varianten des Melissa-Virus (Quelle: SARC). Melissa gehört nach wie vor zu den am häufigsten auftretenden Viren (Nr. 3 in der Februar 2000 Top-10-Liste der anerkannten WildList-Organisation). Durchschnittlich verursacht eine Infektion mit dem Melissa-Virus Kosten von etwa 25.000 Mark (Quelle: ICSA).

Was also lehrt uns Melissa?
  • Die Virenautoren haben gelernt, dass sie eine netzwerkfähige Komponente einbauen müssen, damit sich ihr Virus ausbreiten kann.

  • Die heute üblichen Infrastrukturen bilden einen wesentlichen Nährboden für zukünftige Virengenerationen.

  • Die Zahl der Varianten des Melissa-Virus (43) zeigt, dass viele Möchtegern-Virenschreiber seinen Quellcode kopiert haben.

  • Der im Juni 1999 entdeckte Wurm ExploreZip zeigte, welche Schäden ein netzwerkfähigerVirus anrichten kann, der eine zerstörerische Schadensroutine enthält.

  • Schnelle und automatisierte Systeme bieten die einzige Chance, der Ausbreitung eines Virus vorzubeugen.

  • Technologien wie SARA (Symantec Automated Repair Analysis), DIS (Digital Immune System) und LiveUpdate sind entscheidende Mittel im Kampf gegen Viren.

  • Virenautoren nutzen das so genannte Social Engineering: Benutzer erhalten eine Nachricht von einem Kollegen und klicken sie an, um die neueste, supertolle Animation anzuschauen, während im Hintergrund der Virus ungestört zu Werke gehen kann.

  • Netzwerkfähige Viren sind inzwischen Mode - unter den zehn häufigsten an SARC aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten eingesandten Viren waren neun netzwerkfähig (Quelle: SARC).

Zahlen und Fakten zu Computerviren
  • Seit März 1999 wurden 9000 neue Viren entdeckt, insgesamt sind heute weltweit rund 47.000 Viren bekannt (Quelle: SARC).

  • Bis zu 180.000 Mark Schaden verzeichneten 85 Prozent aller Unternehmen weltweit durch Verletzungen der Informationssicherheit, wobei es deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich am härtesten trifft: 14 Prozent verloren im letzten Jahr bis zu 900.000 Mark durch Datenmissbrauch und Virenattacken - das ist nahezu doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt von acht Prozent.

  • In den letzten 12 Monaten waren 2 Prozent aller aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten an SARC eingesandten Viren Varianten von Melissa (Quelle: SARC).

  • Die zur Zeit technisch fortschrittlichsten Viren, die SARC bekannt werden, kommen aus spanisch sprechenden Gegenden wie Lateinamerika und Spanien.

  • Da immer mehr Länder online gehen, ist eine zunehmende Zahl neuer Virenschreiber zu erwarten, die ihre ersten Gehversuche auf die Menschheit loslassen.

  • Da beim Erschaffen neuer Viren Wirtschaftsspionage eine immer größere Rolle spielt und gesellschaftlichen Protest als Motivation zurückdrängt, werden auch die erfahrenen Virenautoren nicht aus der Mode kommen.

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