Symantec: Cyberkriminelle verschrecken Nutzer, um ihnen dann gefälschte Sicherheitssoftware anzudrehen
Symantec-Bericht über betrügerische Sicherheitssoftware zeigt: Online-Straftäter setzen auf bewährte Vertriebs- und Bonusmodelle aus der Wirtschaft|
München, 20. Oktober 2009 – Spiel mit der Angst um des Profits willen - Cyberkriminelle schüren die Furcht bei Anwendern vor einer Malware-Infektion und verleiten sie dadurch zum Kauf gefälschter oder bösartiger Sicherheitssoftware. Dies belegt der neue Symantec-Sicherheitsbericht, der Schadprogramme unter die Lupe nimmt, die sich als seriöse Sicherheitssoftware ausgeben. Diese gefälschten Programme bringen oft gar keinen Nutzen. Im Gegenteil - sie infizieren den Rechner unter Umständen mit neuem Schadcode. Die Daten für den aktuellen Report hat Symantec zwischen Juli 2008 und Juni 2009 erhoben. Als Lockmittel nutzen die Cyberkriminellen Pop-up-Fenster und andere Warnmeldungen, in denen sie unter anderem offizielle Windows-Alarme imitieren. Darin wird dem Anwender vorgegaukelt, sein Rechner sei unzureichend gesichert oder gar infiziert. Er müsse nur die per Link angebotene Sicherheitssoftware kaufen und installieren, um seinen Computer zu säubern. Bis Juni 2009 hatte Symantec mehr als 250 dieser auch "Rogue AV" oder "Scareware" genannten betrügerischen Programme aufgespürt. Wie die Studie von Symantec zeigt, haben bei den 50 erfolgreichsten Täuschungsversuchen 93 Prozent der Anwender das Schadprogramm tatsächlich freiwillig heruntergeladen. Im Durchschnitt geben Anwender für die Downloads dieser Scareware zwischen 30 und 100 US-Dollar (etwa 20 bis 70 Euro) aus. Der mögliche Folgeschaden ist jedoch ungleich größer. Die installierte Scareware öffnet Einfallstore für weitere Attacken und liefert die persönlichen oder finanziellen Daten des Nutzers weiterem Missbrauch aus. Zu dem Zweck verlangt sie unter anderem vom Nutzer, während der Installation andere Sicherheitseinstellungen ganz auszuschalten. Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA) Jörg Ziercke warnte erst vor kurzem davor, dass Internetnutzer oftmals sorglos mit persönlichen Daten hantieren und die Möglichkeiten moderner Schadsoftware unterschätzen. "Schadprogramme beeinträchtigen nicht nur die Funktion von PCs, sondern werden zunehmend zur Ausspähung digitaler Identitäten eingesetzt", so Ziercke.1 Hohe Profite für die Mittelsmänner Seriöse Verpackung täuscht über gefährliche Inhalte hinweg Um sich vor dieser Scareware zu schützen, rät Symantec-Sicherheitsexperte Candid Wüest Anwendern: "Links in E-Mails können zu schadcodehaltigen Seiten führen. Deshalb sollten Anwender die URL-Adressen ihnen bekannter Internetseiten stets von Hand eintippen. E-Mail-Anhänge unbekannter Absender sollten sie niemals ansehen oder öffnen und stets misstrauisch gegenüber Nachrichten sein, die nicht direkt an die eigene Adresse gerichtet sind. Das gleiche gilt für seriös erscheinende Pop-Ups, Bannerwerbung oder Alarmmeldungen im Web-Browser, die den Anwender dazu verleiten, unbekannte Programme herunterzuladen und zu installieren." Symantec empfiehlt Unternehmen und Privatanwendern außerdem, sich mit Sicherheitslösungen renommierter Anbieter gegen Schadsoftware zu wappnen. Beispiele sind Symantec Endpoint Protection oder Norton Internet Security. Der Appendix A des "Report on Rogue Security Software" nennt darüber hinaus weitere wirkungsvolle Schutzmöglichkeiten. Wichtige Fakten aus dem Symantec-Bericht zu betrügerischer Sicherheitssoftware
Über den Report Hier steht der Symantec "Report on Rogue Security Software" zum Download bereit. Das Executive Summary mit den zentralen Ergebnissen des Reports ist hier verfügbar. Über Security Technology and Response
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Weiterführende Informationen finden Sie auch im Focus-Thema Report on Rogue Security Software. Besuchen Sie Symantec-Virenjäger Candid Wüest auf Facebook. Einen Einblick in die Entwicklung von Online-Gefahren gibt der Symantec Security Response Blog. |
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