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Was sind Crimeware-Programme?

Die Software-Tools, die für Cyberkriminalität eingesetzt werden, werden gelegentlich als Crimeware bezeichnet. Unter Crimeware-Programmen versteht man Software, die:

  • bei der Ausübung strafbarer Handlungen verwendet wird.
  • generell nicht als erstrebenswerte Software- oder Hardware-Anwendung angesehen wird.
  • das Verbrechen nicht unbeabsichtigt ermöglicht.
Wie Cyberkriminalität selbst ist Crimeware ein vielseitiger Begriff und umfasst eine große Bandbreite an verschiedenen bösartigen bzw. potenziell bösartigen Softwareprogrammen.

Es muss jedoch bedacht werden, dass nicht alle Softwareprogramme, die bei der Durchführung eines Computer-Verbrechens eingesetzt werden, als Crimeware-Programme definiert werden können.Ein Instant-Messenger-Client, zum Beispiel, kann zwar bei der Durchführung eines Computer-Verbrechens eingesetzt werden¹, doch das Instant Messenger-Programm selbst wird nicht als Crimeware eingestuft. FTP-Clients können zwar bei der Durchführung von Verbrechen eingesetzt werden², doch sie zählen nicht zu den Crimeware-Programmen.

Programme wie Bots, Keystroke Loggers (Tastenaufzeichner), Spyware (Spionagesoftware), Backdoors (Hintertüren) und Trojaner sind jedoch Crimeware.


¹ Pädophile verwenden beispielsweise häufig Instant Messenger-Programme, um Kontakt mit zukünftigen Opfern aufzunehmen.

² FTP-Sites werden beispielsweise mitunter zur Verbreitung von gestohlener Software eingerichtet.