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Tipps zur Vorbeugung

Die Vorbeugung von Cyberkriminalität ist eigentlich ganz unkompliziert. Mit ein wenig technischem Wissen und gesundem Menschenverstand können viele Angriffe vermieden werden.Internet-Betrüger versuchen im Allgemeinen ihr Geld möglichst schnell und einfach zu verdienen.Je schwerer man es ihnen macht, desto größer ist die Chance, dass sie einen in Ruhe lassen und auf ein leichteres Opfer umsteigen.Die folgenden Tipps geben einen Überblick über die Vorbeugung von Internet-Betrug.


Halten Sie ihren Computer mit den aktuellsten Patches und Aktualisierungen auf dem neuesten Stand.

Sich können sich Angreifer am einfachsten vom Hals halten, indem Sie regelmäßig Patches oder andere Softwarekorrekturen ausführen, sobald diese verfügbar sind.Wenn Sie ihren Computer regelmäßig aktualisieren, verhindern Sie, dass Angreifer Softwaremängel (Sicherheitslücken) ausnutzen, über die sie ansonsten in Ihr System hätten eindringen können.

Die Aktualisierung Ihres Computers kann Sie zwar nicht vor allen Angriffen schützen, doch es erschwert Hackern zumindest, sich Zugriff auf Ihr System zu verschaffen. Außerdem werden dadurch einfache und automatische Angriffe ganz von Ihrem System ferngehalten und weniger hartnäckige Angreifer werden möglicherweise abgeschreckt.

Die neueren Versionen von Microsoft Windows sowie andere beliebte Softwareprogramme können so konfiguriert werden, dass sie Aktualisierungen automatisch herunterladen und ausführen, damit Sie sich nicht selbst darum kümmern müssen.Diese automatischen Update-Funktionen sind der erste Schritt in Richtung Internet-Sicherheit.

Stellen Sie sicher, dass die Konfigurationen Ihres Computers sicher sind.

Beachten Sie, dass ein neu gekaufter Computer nicht unbedingt die für Sie geeigneten Sicherheitseinstellungen besitzt.Wenn Sie Ihren Computer zu Hause installieren, konzentrieren Sie sich nicht nur auf die fehlerfreie Funktion des neuen Systems, sondern kümmern Sie sich auch um die Sicherheit.

Es ist besonders wichtig, häufig verwendete Internet-Anwendungen, wie zum Beispiel Ihren Internet-Browser und Ihr E-Mail-Programm, richtig zu konfigurieren.Zum Beispiel bestimmen die Einstellungen im Internet-Browser (z. B. Internet Explorer oder Firefox) wie vorgegangen wird, wenn Sie Websites im Internet besuchen. Die höchsten Sicherheitseinstellungen ermöglichen Ihnen die größte Kontrolle über Ereignisse im Internet, doch manche Benutzer sind durch die vielen Fragen ("Diese Seite ist möglicherweise nicht sicher, wollen Sie wirklich fortfahren?") und die ständigen Hindernisse schnell irritiert.

Jeder Einzelne muss für sich selbst entscheiden, welcher Sicherheitsgrad für ihn am besten geeignet ist.Häufig können die Einstellungen der Sicherheit und Privatsphäre ohne spezielle Kenntnisse ganz einfach mit der "Hilfe"-Funktion Ihrer Software oder über die Website des Anbieters richtig konfiguriert werden.Wenn Sie die Einstellungen lieber nicht alleine konfigurieren möchten, bitten Sie eine vertrauenswürdige Person aus Ihrem Bekanntenkreis um Hilfe oder wenden Sie sich direkt an den Hersteller.

Wählen Sie sichere Kennwörter und halten Sie sie geheim.

Kennwörter sind im Internet von heute gang und gäbe. Wir verwenden Kennwörter, um Blumen zu bestellen und unsere Bankgeschäfte online zu erledigen, ja sogar um auf der Website einer Fluggesellschaft unsere gesammelten Flugmeilen zu überprüfen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, sich sicher im Internet zu bewegen:

  • Der erste Schritt zu einem sicheren Kennwort, das nicht in die falschen Hände gelangt, besteht darin, ein Kennwort zu wählen, das nicht leicht erraten werden kann.Sichere Kennwörter enthalten mindestens acht Zeichen und setzen sich aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (z. B. # $ % ! ?) zusammen. Vermeiden Sie Folgendes in Ihrem Kennwort: Ihren Benutzernamen, jegliche persönlichen Informationen wie Ihren Nachnamen sowie Wörter, die in einem Wörterbuch enthalten sind.Versuchen Sie, sich für Aktivitäten wie Internet-Banking besonders sichere einzigartige Kennwörter zu überlegen.
  • Bewahren Sie Ihre Kennwörter an einem sicheren Ort auf und verwenden Sie nicht für alle Online-Dienste dasselbe Kennwort.
  • Ändern Sie Ihre Kennwörter regelmäßig, mindestens alle 90 Tage.Dadurch kann der verursachte Schaden begrenzt werden, falls sich jemand bereits Zugriff zu Ihrem Konto verschafft hat.Wenn Ihnen bei einem Ihrer Internet-Konten etwas Verdächtiges auffällt, können Sie als erste Sicherheitsmaßnahme ihr Kennwort ändern.


Schützen Sie Ihren Computer mit Sicherheitssoftware.

Verschiedene Arten von Sicherheitssoftware sind notwendig, um sich sicher im Internet bewegen zu können.Zu den unbedingt erforderlichen Sicherheitsprogrammen gehören Firewalls und Antivirus-Programme.Eine Firewall ist die erste Verteidigungslinie des Computers. Sie kontrolliert, wer und was mit Ihrem Computer online kommunizieren kann.Sie können sich eine Firewall als eine Art "Polizist" vorstellen, der alle ein- und ausgehenden Daten in Ihrem Computer überwacht. Er lässt nur die bekannten, sicheren Daten durch und blockiert gefährlichen Datenverkehr wie Angriffe, damit dieser nicht auf Ihren Computer gelangt.

Die nächste Verteidigungslinie ist oftmals Ihre Virenschutzsoftware, die alle Aktivitäten im Internet, wie zum Beispiel E-Mail-Nachrichten oder Surfen im Netz, überwacht und den Benutzer vor Viren, Würmern, Trojanern sowie anderen bösartigen Programmen schützt.Neue Versionen von Antivirus-Programmen, wie zum Beispiel Norton AntiVirus 2006, bieten außerdem Schutz vor Spyware und möglicherweise unerwünschten Programmen wie Adware.Sicherheitssoftware, mit der Sie kontrollieren können, welche Software Sie nicht auf Ihrem Computer haben möchten, und die Sie vor Bedrohungen im Internet schützt, ist ein Muss, um im Internet sicher zu sein.Ihre Virenschutz- und Antispyware-Software sollte so konfiguriert sein, dass sie jedes Mal automatisch aktualisiert wird, wenn eine Verbindung mit dem Internet hergestellt wird.

Integrierte Sicherheitspakete, wie zum Beispiel Norton Internet Security, die eine Firewall, Virenschutz und Antispyware mit anderen Funktionen wie Antispam und einer Kindersicherung kombinieren, sind sehr beliebt geworden, weil sie alle zum Schutz notwendigen Sicherheitsprogramme in einem einzigen Paket enthalten.Ein Sicherheitspaket bietet für viele Benutzer eine gute Alternative zur Installation und Konfiguration mehrerer verschiedener Sicherheitsprogramme und deren Aktualisierung.

Schützen Sie Ihre persönlichen Daten.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie persönliche Daten wie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse im Internet preisgeben.Zur Nutzung vieler Online-Dienste ist es unvermeidlich, persönliche Daten anzugeben, um die Bezahlung und den Versand von gekauften Artikeln zu ermöglichen.Da es nicht immer möglich ist, seine persönlichen Daten für sich zu behalten, finden Sie in der folgenden Liste einige Tipps zur sicheren Angabe von persönlichen Daten im Internet:

  • Seien Sie auf der Hut vor gefälschten E-Mail-Nachrichten. Typische Merkmale einer betrügerischen Nachricht sind oft Rechtschreibfehler, schlechte Grammatik, seltsame Formulierungen, Website-Adressen mit seltsamen Dateierweiterungen, Website-Adressen, die statt Wörtern Zahlen enthalten, sowie andere Anomalien.Phishing-E-Mails schreiben außerdem häufig, dass Sie schnell reagieren müssen, um die Schließung Ihres Kontos zu verhindern, Ihre Sicherheitssoftware zu aktualisieren, oder dass Sie Ihre Daten sofort angeben müssen, bevor etwas Schlimmes passiert.Fallen Sie nicht darauf herein.
  • Beantworten Sie keine E-Mail-Nachrichten, die nach persönlichen Daten fragen. Legitime Firmen verwenden keine E-Mail, um persönliche Daten zu erhalten. Rufen Sie im Zweifelsfall bei der Firma an oder geben Sie die Internet-Adresse der Firma in Ihren Internet-Browser ein.Klicken Sie niemals auf die Links in diesen Nachrichten, da diese möglicherweise zu betrügerischen, bösartigen Websites führen.
  • Halten Sie sich von betrügerischen Websites fern, auf denen persönliche Daten gestohlen werden.Geben Sie die Adresse einer Website (URL) lieber direkt im Internet-Browser ein und klicken Sie niemals auf einen Link in einer E-Mail oder Instant Messenger-Nachricht. Betrüger fälschen diese Links häufig so gut, dass sie täuschend echt aussehen.Verkaufs-, Banking-, sowie andere Websites mit persönlichen Daten sollten nach dem "http" ein "s" enthalten (z. B. https://www.meinebank.com und nicht http://www.meinebank.com).Das "s" steht für sicher und sollte angezeigt werden, wenn Sie sich in einem Bereich befinden, in dem Sie sich anmelden oder vertrauliche Daten eingeben müssen.Ein weiterer Hinweis darauf, dass eine sichere Verbindung besteht, ist das kleine Schlosssymbol im Internet-Browser (normalerweise in der rechten unteren Ecke des Browser-Fensters).
  • Achten Sie auf die Datenschutzrichtlinien von Websites und Softwareprogrammen.Bevor Sie persönliche Daten an ein Unternehmen weitergeben, sollten Sie sich erkundigen, wie Daten gesammelt und verwendet werden.
  • Schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse.Spammer und Phisher senden manchmal mehrere Millionen Nachrichten an existierende und nicht existierende E-Mail-Adressen, in der Hoffnung, ein mögliches Opfer zu finden. Wenn Sie einmal eine dieser Nachrichten beantworten oder auch nur Bilder herunterladen, landen Sie auf einer Liste von E-Mail-Adressen und erhalten bald noch mehr dieser Nachrichten.Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse in Newsgroups, Blogs oder Internetgemeinschaften veröffentlichen.


Wenn Angebote im Internet zu gut erscheinen, um wahr zu sein, dann ist es auch meistens so.

Das alte Sprichwort "Man bekommt im Leben nichts geschenkt" gilt auch im Internet.Scheinbar "kostenlose" Software, wie zum Beispiel Bildschirmschoner oder Emoticons, geheime Tricks und Tipps, wie man reich wird, und ein gewonnenes Preisausschreiben, ohne daran teilgenommen zu haben, sind verführerische Köder von Firmen, um Ihre Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Software oder der Dienst kosten zwar kein Geld, doch Sie erhalten die kostenlose Software bzw. den Dienst gemeinsam mit Werbesoftware ("Adware"), die Ihr Verhalten analysiert und unerwünschte Werbung anzeigt.Sie müssen möglicherweise persönliche Daten preisgeben oder einen anderen Artikel kaufen, um einen angeblichen Gewinn zu erhalten.Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, fragen Sie einen Dritten nach seiner Meinung, lesen Sie das Kleingedruckte, oder ignorieren Sie das Angebot am besten ganz.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge oder Kreditkartenabrechnungen.

Der durch Identitätsdiebstahl und Internet-Verbrechen angerichtete Schaden kann gering gehalten werden, wenn der Diebstahl oder der Versuch, die Daten einzusetzen, möglichst schnell bemerkt wird.Überprüfen Sie also Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenrechnungen regelmäßig auf ungewöhnliche Veränderungen.

Ferner verwenden viele Banken und Dienstleister Systeme zur Vorbeugung von Betrug, die bei seltsamem Kaufverhalten sofort Alarm schlagen (wenn Sie beispielsweise in Wien wohnen und auf einmal in Sydney einen Kühlschrank nach dem anderen kaufen).Es kann also vorkommen, dass Sie einen Anruf erhalten, um diese ungewöhnlichen Käufe zu bestätigen.Bitte nehmen Sie diese Anrufe ernst. Sie sind ein Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung ist. In diesem Fall sollten Sie einige der im Abschnitt "Was, wenn Sie Internet-Betrügern zum Opfer gefallen sind?" beschriebenen Maßnahmen ergreifen.