Schützen Sie sich vor Bots und Zombies
19. Februar 2008 Zurück zum Artikel
Die meisten von uns wissen oder sollten zumindest wissen, dass wir unsere Computer, Daten und Identität vor Internet-Bedrohungen durch Trojaner, Viren, Würmer und Spionageprogramme schützen sollten. Aber was kommt als nächstes? Die neuen Gefahren gehen von Bots, Zombies und Botnets aus.
Was ist ein Bot?
Bot ist die Kurzform von "Robot" (engl. Roboter). Bots sind die neueste Bedrohung für Ihren Computer und alles, was darauf gespeichert ist. Ähnlich wie Trojaner und Würmer ist ein Bot bösartiger Code, der auf dem Computer abgelegt wird, dessen Funktionsweise jedoch komplexer ist. Bots werden von Cyberkriminellen gestartet, um Ihren Computer zu infizieren, sich dort unbemerkt einzunisten und dann automatisierte Aufgaben im Auftrag derjenigen durchzuführen, die sie gestartet haben. Welche Aufgaben führen Bots aus?
- Sie stehlen Ihre persönlichen Daten.
- Sie nutzen Ihren Computer, um sich Informationen von anderen Computern anzueignen.
- Sie vernetzen Ihren Computer mit anderen, um Denial-of-Service-Angriffe auf Websites durchzuführen.
Was ist ein Zombie?
Ein Zombie ist ein Computer, der von einem Cyberkriminellen mit einem Bot infiziert wurde und nun unter der Kontrolle des Bot steht. Sie bemerken unter Umständen gar nicht, dass sich ein Bot auf Ihrem Computer eingeschlichen hat und heimlich seinen kriminellen Aktivitäten nachgeht.
Und was ist ein Botnet?
Ein Botnet ist ein Netzwerk aus Bots und Zombies, die alle nach der Pfeife eines Cyberkriminellen tanzen – und Tausende oder sogar Millionen von Spam-E-Mails über das Internet senden, persönliche Finanzdaten von Computerbenutzern weltweit ausspionieren und stehlen oder auch massive Denial-of-Service-Angriffe ausführen.
Wie groß ist das Problem?
Sehr groß. Das Forschungsteam von Symantec schätzt, dass über 5.000.000 Botnets weltweit aktiv sind, davon allein mehr als 1.000.000 in den USA. Cyberkriminelle können von einem beliebigen Ort aus agieren und ein weltumspannendes Botnet aufbauen. Marian Merrit, Beraterin für Internet-Sicherheit bei Symantec, interviewte vor kurzem in einem Podcast eine Frau in Boulder, Colorado, deren Computer von einem Cyberkriminellen aus Russland kontrolliert und zur Bestellung von Waren mit gestohlenen Kreditkarten missbraucht wurde. Erst als die Behörden vor Ihrer Tür standen und den Computer beschlagnahmten, erfuhr sie, dass ihr Computer ein Zombie in einem Botnet war.
Wie kann man sich vor Bots schützen?
Um Ihren Computer und Ihre persönlichen Daten vor Bots zu schützen, sollten Sie einige Sicherheitsregeln beachten, eine gute Internet-Sicherheitssoftware installieren und vor allem wachsam sein.
- Kennwörter – Schützen Sie Ihren Computer, Ihre Internet-Verbindung und Ihre Online-Transaktionen durch Kennwörter. Ändern Sie Ihre Kennwörter regelmäßig.
- Internet-Sicherheitssoftware – Eine gute Internet-Sicherheitssoftware wie beispielsweise Norton 360™ oder Norton™ AntiBot erkennt Bots und verhindert, dass sie Ihren Computer infizieren. Die Internet-Sicherheitssoftware sollte ständig aktiviert sein und automatisch aktualisiert werden. Andernfalls kann sie Sie nicht schützen.
- Wachsamkeit – Wenn Sie eine ungewöhnliche oder plötzliche Verlangsamung Ihres Computers feststellen, rätselhafte Meldungen angezeigt werden oder häufig Systemabstürze auftreten, könnten Sie Opfer eines Bot geworden sein. Sollten Sie eines dieser Anzeichen bemerken, trennen Sie die Internet-Verbindung, schalten Sie den Computer aus, und installieren Sie Internet-Sicherheitssoftware, bevor Sie wieder eine Verbindung zum Internet herstellen.
Eine Sorge weniger
Weitere Links: In unserer modernen Welt gibt es viele Dinge, um die wir uns kümmern müssen. Bots sollten nicht dazu gehören. Mit guter Internet-Sicherheitssoftware, die ständig aktiviert ist und aktualisiert wird, haben Sie eine Sorge weniger. Bleiben Sie geschützt. Seien Sie unbesorgt. Nutzen Sie das Internet ohne Angst vor Bots.







