Cyberstalking



14. Mai 2008 Zurück zum Artikel
Stalking per Hightech
Das Wörterbuch definierte "Stalking" als "verdecktes Ausspähen oder Nachstellen einer Person bzw. Belästigen und Verfolgen einer Person mit unerwünschter und krankhafter Aufmerksamkeit." Die technologische Variante von Stalking ist das Cyberstalking.

Cyberstalker nutzen die heutigen Kommunikationstechnologien, insbesondere das Internet und Mobiltelefone, um ihre Opfer aufzuspüren, ihnen nachzustellen und sie zu belästigen.
Viele Stalker sind keine Fremden
Wir und auch viele andere haben vor den Gefahren gewarnt, zu viele persönliche Informationen – Ihren Namen, Angaben zum Wohnort, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse – über das Internet bzw. per Telefon oder Mobiltelefon an Fremde weiterzugeben. Das einzige Problem bei diesen Empfehlungen ist jedoch, dass sich viele Opfer und Cyberstalker bereits kennen.

Cyberstalker sind eher Mitschüler oder Kollegen, aktuelle oder ehemalige Freunde bzw. Freundinnen oder geschiedene Ehegatten – also Personen, die Zugang zu Ihrer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer bzw. denen Ihrer Kinder haben.
Cyberstalker und Spyware
Wie können Sie herausfinden, ob Sie Opfer von Cyberstalking sind? Der offensichtlichste Hinweis sind unerwünschte E-Mails, die Sie wiederholt von derselben Person erhalten. Diese E-Mails können von unerwünschter Aufmerksamkeit über sexuelle Belästigung bis hin zu Drohnachrichten reichen. Weniger offensichtlich ist es, wenn jemand mehr über Sie und Ihren Alltag weiß, als er oder sie wissen sollte. In diesem Fall kann es sein, dass der Stalker Sie online mithilfe von Spyware überwacht.

Viele von uns kennen Spyware (Spionageprogramme) als ein Mittel, das von Hackern und Betrügern zum Diebstahl finanzieller Informationen eingesetzt wird. Dies ist nur ein Aspekt. Spionageprogramme können auch zum Ausspionieren zahlreicher Bereiche Ihres Privatlebens genutzt werden. Man muss nicht unbedingt ein Hacker sein, um ein solches Programm zu verwenden. Dutzende von Unternehmen verkaufen Spyware. Tatsache ist, dass Sie ein solches Programm bereits für weniger als 10 Euro über das Internet erwerben können.

Was kann ein Cyberstalker mit einem Spionageprogramm anfangen? Er kann beispielsweise alle Ihre Mausklicks und Tastenanschläge auf Ihrem Computer aufzeichnen. Oder Ihre E-Mail überwachen und lesen, was Sie wem schreiben und was Sie von wem empfangen. Wenn Sie einem Freund schreiben "Wir treffen uns um 19:00 Uhr beim Fußballspiel", dann kann der Stalker ebenfalls zum Spiel erscheinen. Ein Stalker könnte auch Ihre Surf- und Einkaufsaktivitäten im Internet ausspionieren. Und sehen, was Sie suchen oder kaufen.
Spyware und wie Sie sie stoppen können
Spionageprogramme gelangen in den meisten Fällen per E-Mail auf Ihren Computer. Falls jemand Ihre E-Mail-Adresse kennt, kann er ein Spionageprogramm in einem E-Mail-Anhang an Ihren Computer senden. Der Anhang erscheint normalerweise harmlos. Wenn dem Stalker beispielsweise bekannt ist, dass Sie Pferde mögen, sendet er Ihnen ein Foto eines Pferdes. In den Anhang eingebettet ist jedoch ein Spionageprogramm. Beim Klicken auf das Foto wird das Spionageprogramm ohne Ihr Wissen auf Ihrem Computer installiert.

Eine leistungsfähige Internet-Sicherheitssoftware wie Norton 360™ oder Norton Internet Security™ kann Spyware blockieren, Sie warnen und das schädliche Programm entfernen, bevor es auf Ihrem Computer installiert werden kann. Falls auf Ihrem Computer keine Internet-Sicherheitssoftware installiert ist bzw. die Software nicht aktiviert oder auf dem neuesten Stand ist, könnte Ihr Computer bereits mit Spyware infiziert sein. In diesem Fall sollten Sie Sicherheitssoftware offline erwerben. Installieren Sie sie, wenn Ihr Computer nicht mit dem Internet verbunden ist, und führen Sie eine Prüfung auf Spyware durch, bevor Sie wieder eine Verbindung mit dem Internet herstellen. Sollte ein Spionageprogramm gefunden werden, erkennt und entfernt die Internet-Sicherheitssoftware das Programm. Wenn Sie die Software online kaufen oder sie installieren, während Sie mit dem Internet verbunden sind, kann das Spionageprogramm möglicherweise den Online-Kauf oder die Installation entdecken und verhindern.
Mobiltelefone, GPS und Spyware
Cyberstalker können Sie oder Ihre Kinder auch über Ihre Mobiltelefone verfolgen.

Viele Eltern geben Ihren Kindern Handys mit GPS-Funktion, so dass Sie sie jederzeit orten können. Leider gibt es inzwischen jedoch mobile Spyware, mit der auch Stalker leicht ihre Position herausfinden können, indem sie den GPS-Standort überwachen.

Spyware für Mobiltelefone – wie die Variante für Computer – können Anrufe und SMS-Nachrichten sowie die Multimedia- und Internet-Nutzung überwachen. Einige Spionageprogramme können sogar die Kamera eines Mobiltelefons einschalten, um den Telefonbenutzer und/oder dessen Standort zu sehen. Praktisch all diese Spionageprogramme stammen von jemandem, der Ihre Mobiltelefonnummer kennt. Das Spionageprogramm wird Ihnen per SMS oder Multimedia-Nachricht bzw. per WLAN-Verbindung zugesandt.

Ihr bester Schutz vor Spyware für Mobiltelefone ist eine leistungsfähige Sicherheitssoftware wie Norton™ Smartphone Security. Die Software erkennt, blockiert und entfernt Spyware und andere Schadprogramme von Ihrem Mobiltelefon.
Social Networking
Eine bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebte Online-Aktivität ist Social Networking auf Websites wie MySpace und Facebook. Falls Sie bzw. Ihre Kinder oder deren Freunde eigene Seiten auf diesen Websites unterhalten, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten. Geben Sie nicht zu viele persönliche Informationen (insbesondere E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Wohnort) in Ihr Profil auf Ihrer Seite ein. Wenn Ihre Freunde eine eigene Seiten eingerichtet haben, sollten Sie sicherstellen, dass diese keine persönlichen Informationen über Sie oder Ihren Aufenthaltsort enthalten. Dieselben Warnungen gelten für Instant Messaging und Chat-Räume.
An wen Sie sich wenden können
Wenn Sie wissen, dass Sie Opfer eines Cyberstalkers sind, sollten Sie sich nicht scheuen, sich an die entsprechenden Stellen zu wenden. Kinder sollten Ihren Eltern davon erzählen. Eltern sollten sich bei Fällen von Cyberstalking an einen Lehrer oder die Schulleitung wenden, und – falls es ernst ist – die Polizei einschalten. Erwachsene, die von einem Stalker verfolgt werden, sollten Anzeige bei der Polizei erstatten. Viele Polizeistationen verfügen über Abteilungen für Internet-Kriminalität, und Cyberstalking ist eine Straftat. Falls Sie sich oder Ihre Kinder unmittelbar bedroht fühlen, rufen Sie die Notrufzentrale an. In den USA können Sie sich auch an die U.S. National Domestic Violence Hotline unter 1-800-799-7233 wenden. Bei Fällen von Cyberstalking gegen Kinder rufen Sie die Cyber Tip Line des National Center for Missing & Exploited Children unter 800-THE-LOST an.
Sei vorsichtig und viel Spaß
Genau wie damals unsere Eltern schicken wir unsere Kinder mit den Worten "Sei vorsichtig und viel Spaß" auf den Weg zur Schule oder zum Spielen. Und dasselbe gilt für Internet und Mobiltelefon. Es sind hervorragende Hilfsmittel, um zu lernen, Spaß zu haben und mit anderen zu kommunizieren. Allerdings sollte man vorsichtig sein. So sollten Sie sich gut überlegen, wem Sie persönliche Informationen online, über das Telefon oder persönlich weitergeben. Und darauf sollten Sie auch bei Ihren Kindern achten. Installieren Sie Sicherheitssoftware, die Sie schützt. Mit anderen Worten: Seien Sie vorsichtig und viel Spaß.

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