Ihre Gesundheit und das Internet
April 2009 Zurück zum Artikel
Zusammenfassung
Haben Sie kürzlich nach Gesundheitsinformationen im Internet gesucht? Die Online-Speicherung von Gesundheitsdaten wird bei Gesundheitsversorgern und Krankenkassen immer beliebter. Prinzipiell ist dies eine nützliche Sache. Aber welche Maßnahmen werden von diesen Organisationen ergriffen, um unsere Daten online zu schützen? Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren. Inzwischen suchen viele von uns im Internet nach Informationen oder Ratschlägen zu Krankheiten und Medikamenten. Über das Internet kommunizieren wir mit unserem Arzt, unserem Apotheker oder unserer Krankenkasse. Die meisten Gesundheitsversorger und Krankenkassen speichern unsere medizinischen und pharmazeutischen Daten sowie unsere Rechnungsdaten online. Kurz gesagt: Unsere Gesundheit findet im Internet statt. Im Prinzip ist dagegen nichts einzuwenden, solange alle Beteiligten umsichtig damit umgehen.
"Sarah hat einen Ausschlag. Was könnte das sein?"
Laut einer kürzlich vom Pew Internet & American Life Project durchgeführten Umfrage nutzten 79 Prozent der Befragten das Internet für die Recherche zu mindestens einem Gesundheitsproblem. Wir informieren uns über Symptome, um zu entscheiden, ob wir damit zum Arzt gehen sollten. Nach einem Arztbesuch durchsuchen wir das Internet, um Zweitmeinungen einzuholen oder mehr über die Diagnose zu erfahren. Wir informieren uns ausführlich über Arzneimittel oder möchten mehr zu homöopathischen Alternativen wissen. Einige von uns treten Online-Diskussionsgruppen oder Selbsthilfegruppen bei, um sich über ihre medizinischen Erfahrungen auszutauschen oder Informationen zu erhalten. Bei all diesen Aktivitäten sollten wir auf einige wichtige Punkte achten:- Sind die medizinischen Informationen auf dem neuesten Stand? Die Medizinwissenschaft und -technologie entwickelt sich in rasantem Tempo weiter. Veraltete medizinische Informationen können inzwischen überholt oder sogar falsch sein. Überprüfen Sie das Datum von Artikeln und Beschreibungen. Sie sollten aktuell sein.
- Sind die Informationen objektiv? Zahlreiche medizinische Websites werden beispielsweise von Pharmaunternehmen gesponsert. Die dort veröffentlichten Informationen sind in den meisten Fällen zwar richtig, vertreten jedoch eine bestimmte Richtung. Informationen auf Websites von Regierungs- oder Bildungsinstitutionen (.gov oder .edu) sind in der Regel weniger subjektiv. Das gleiche gilt für professionelle Gesundheitsorganisationen (.org). Auch sie sind eine zuverlässige Quelle für Gesundheitsinformationen.
- Wer sind die Mitglieder einer Diskussionsgruppe? Online-Diskussionsgruppen bieten eine gute Möglichkeit, aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Allerdings sollten Sie immer daran denken, dass es sich dabei nicht um professionellen Rat handelt. Die Diskussionsteilnehmer berichten lediglich über ihre eigenen Fälle oder die Krankheiten einer Person, die sie kennen. Oder sie geben einfach das weiter, was sie gehört oder gelesen haben. Diese Informationen können falsch sein oder sich überhaupt nicht auf Ihre Frage beziehen.
Mit Ihrem Arzt "chatten"
Zahlreiche Ärzte – insbesondere in großen Praxen – beantworten inzwischen die Fragen ihrer Patienten per E-Mail und Internet-Chat oder nutzen diese Kommunikationsmittel für die Nachsorge. Diese Methode der Gesundheitsbetreuung ist kostengünstig und zeitsparend – sowohl für Sie als auch für Ihren Arzt. Da Sie in diesen Situationen sehr persönliche Informationen austauschen, sollten Sie Ihren PC mit einer Internetsicherheitssoftware zuverlässig vor Eindringlingen schützen.Wissen Sie, wer Ihre Krankenakte liest?
Es ist gut möglich, dass Ihre Patientenakte bereits online gespeichert wird. Gesundheitsversorger, Krankenkassen und andere tauschen Informationen über Ihre Gesundheit über das Internet aus. Diese Informationen sind privat und sollten daher sehr gut geschützt werden – was leider allzu häufig nicht der Fall ist. Laut des eHealth Vulnerability Reporting Program (eHVRP) sind Systeme für elektronische Patientenakten anfällig für Hacker – und es gibt bereits zahlreiche Fälle, in denen Unbefugte in diese Systeme eingedrungen sind.Nicht wenige Patienten wurden bereits von ihrem Gesundheitsversorger oder ihrer Krankenkasse darüber informiert, dass ihre Patientenakte "gehackt" wurde. Und die Zahl der unbefugten Übergriffe auf Patientendaten, ohne dass die Betroffenen darüber informiert wurden, ist wahrscheinlich noch höher. Aber Hacker haben es nicht nur auf medizinische Daten abgesehen. Auch finanzielle Daten können betroffen sein. Was können Sie tun? Fragen Sie bei Ihrem Gesundheitsversorger nach, mit welchen Maßnahmen sie Ihre Daten schützen. Machen Sie ihnen deutlich, dass Sie Wert auf die Sicherheit ihrer Systeme und Ihrer Daten legen und dies ein Kriterium ist, das bei Ihrer Auswahl von Gesundheitsversorgern eine Rolle spielt.
Zum Wohl Ihrer Gesundheit
Das Internet leistet zweifellos einen wichtigen Beitrag, um Ihnen den Zugang zu besseren Gesundheitsinformationen und einer besseren Gesundheitsversorgung zu erleichtern, solange Sie und Ihre Gesundheitsversorger umsichtig damit umgehen. Zum Wohl Ihrer Gesundheit!Weitere Links
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Senioren im Internet: Sicher, intelligent und aktiv
Symantec initiiert ein Online-Informationsportal zum Thema Sicherheit für Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungssektor und öffentlichen Sektor







