Absichern von Windows Vista
1. März 2007
Zusammenfassung
Erfahren Sie, wie Sie Vista sicherer machen können
Eingeschränkte Installation – In früheren Versionen des Windows-Betriebssystems konnten bösartige Programme von Ihnen unbemerkt Downloads und Installationen durchführen. Sobald in Vista versucht wird, eine Software zu installieren, werden Sie aufgefordert, die Installation zu genehmigen. In einigen Fällen werden Sie zur Eingabe eines Kennwortes aufgefordert.
Integrierter Schutz vor Spionageprogrammen – Eine XP-Version des Antispyware-Tools von Microsoft war bisher als Download verfügbar. Dieses Tool ist jetzt fester Bestandteil des Vista-Betriebssystems.
Optimierte Firewall – Mit den bisherigen Versionen der Windows-Firewall wurde lediglich der eingehende Datenverkehr überwacht – ein wesentlicher Sicherheitsmangel. In Vista lässt sich die Firewall so konfigurieren, dass sie auch den ausgehenden Datenverkehr verwaltet. Damit wird es für Schadprogramme deutlich schwerer, von Ihrem Computer aus unbemerkt Verbindungen mit dem Internet herzustellen.
Sicheres Surfen im Internet – Zusammen mit Internet Explorer 7 macht Vista das Surfen im Internet sicherer. Beispielsweise sind ActiveX-Steuerelemente in Vista deaktiviert. Bisher mussten versierte Internet-Benutzer selbst daran denken, diese Steuerelemente zu deaktivieren. Zudem enthält Internet Explorer 7 jetzt Anti-Phishing- and Anti-Spoofing-Tools.
Das größte Manko von Vista ist jedoch der fehlende Virenschutz. Das bedeutet, dass ein Computer, auf dem Vista ohne zusätzliches Virenschutzprogramm ausgeführt wird, leicht zur Zielscheibe für Angriffe durch Viren, Würmer und Trojanische Pferde werden kann. Es gibt in Vista zwar Funktionen, die möglicherweise die Installation schädlicher Programme verhindern oder sie entfernen, doch schützen sie nicht so effizient wie eine speziell auf diesen Zweck ausgerichtete Virenschutzlösung.
Vista allein kann auch keine betrügerischen Internet-Angriffe abwehren. In der neuesten Version von Internet Explorer von Microsoft gibt es zwar einige Funktionen zum Schutz vor Phishing, doch prüft Vista selbst keine Webseiten auf Echtheit und bietet auch keine Phishing-Filter oder andere Sicherheitsmechanismen zum Schutz vor Betrug. Sollten Sie jedoch einen Browser verwenden, der nicht von Microsoft ist, sind die Funktionen zum Schutz vor Phishing nicht wirksam.
Obwohl die Firewall in Vista verbessert wurde, ist sie für Privatanwender alles andere als optimal. Im Gegensatz zu ausgefeilteren Firewalls wird ausgehender Datenverkehr von der Vista-Firewall nicht standardmäßig blockiert. Stattdessen überlässt sie dem Privatanwender die Entscheidung, welche Programme blockiert und welche zugelassen werden sollen. Das bedeutet weniger Sofortschutz und – nach dem Konfigurieren – weniger Gewissheit, dass die wirklich wichtigen Bedrohungen blockiert werden.
Und auch das integrierte Antispyware-Programm von Vista muss erst noch beweisen, dass es zu den führenden Programmen zur Abwehr von Spionageprogrammen gehört. Produkttests der Einzelplatzversion und erste Testergebnisse von Konkurrenzanbietern deuten darauf hin, dass es einigen bekannten Spionageprogrammen immer noch gelingt, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.
Das Fazit: Vista bietet keine komplette Sicherheit. Das Betriebssystem verfügt zwar zweifellos über eine Sammlung wichtiger Funktionen – diese weist jedoch einige Lücken auf. Und es bleibt abzuwarten, wie sich diese Funktionen in der Praxis bewähren.
Mehr als alles andere benötigen Sie eine qualitativ hochwertige Virenschutzlösung. Microsoft bezieht dazu eindeutig Stellung: "Neben der Nutzung integrierter Windows Vista-Funktionen sollten Sie mit einer Virenschutzlösung dafür sorgen, dass Ihr Computer störungsfrei arbeitet."
Da Vista weder über integrierten Phishing-Schutz noch über andere Mechanismen zur Abwehr von Online-Betrug verfügt, benötigen Sie eine Lösung, die Sie im Internet bei Bankgeschäften und Einkäufen schützt. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mit einem anderen Browser als Internet Explorer arbeiten.
Angesichts der Funktionsweise der Vista-Firewall empfiehlt es sich, eine separate persönliche Firewall zu installieren, d. h. eine Firewall, mit der nicht nur ausgehender Datenverkehr standardmäßig überprüft wird, sondern auch verdächtige ausgehende Programme automatisch erkannt werden. Dasselbe gilt für das Antispyware-Programm von Vista: Solange sich dieses Programm nicht in der Praxis bewährt hat, sollten Sie eine Antispyware-Lösung installieren, die nachweisliche Erfolge in der Abwehr von Spionageprogrammen vorweisen kann.
Hinzu kommt, dass Vista – als neueste Version des weltweit populärsten Betriebssystems – schon bald Zielscheibe neuer Angriffe sein wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Hacker und Virenprogrammierer damit beginnen, Schwachstellen in Vista auszunutzen. Aus diesem Grund benötigen Sie eine umfassende Sicherheitslösung, die die in Vista vorhandenen Lücken schließt.
Wenn Sie eine Sicherheitssoftware für Ihr aktuelles Microsoft-Betriebssystem besitzen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter nach Vista-kompatiblen Produkten und darüber, wie Sie diese aktualisieren können. Sollte Ihr Anbieter noch kein Vista-Produkt anbieten, informieren Sie sich über das Angebot von Symantec.
Inhalt dieses Artikels
Einführung
Das Vista-Betriebssystem von Microsoft enthält eine Reihe neuer Sicherheitsfunktionen. Vista ist jedoch nicht frei von Sicherheitsmängeln. Wenn Sie Vista ausführen möchten, sollten Sie daher das Betriebssystem mit einigen Zusatzmaßnahmen absichern.Sicherheitsfunktionen von Vista
Windows Vista gilt verglichen mit bisherigen Windows-Betriebssystemen als deutlich sicherer. Einige Funktionen sind neu, während andere den Schutz früherer Windows-Versionen erweitern.Eingeschränkte Installation – In früheren Versionen des Windows-Betriebssystems konnten bösartige Programme von Ihnen unbemerkt Downloads und Installationen durchführen. Sobald in Vista versucht wird, eine Software zu installieren, werden Sie aufgefordert, die Installation zu genehmigen. In einigen Fällen werden Sie zur Eingabe eines Kennwortes aufgefordert.
Integrierter Schutz vor Spionageprogrammen – Eine XP-Version des Antispyware-Tools von Microsoft war bisher als Download verfügbar. Dieses Tool ist jetzt fester Bestandteil des Vista-Betriebssystems.
Optimierte Firewall – Mit den bisherigen Versionen der Windows-Firewall wurde lediglich der eingehende Datenverkehr überwacht – ein wesentlicher Sicherheitsmangel. In Vista lässt sich die Firewall so konfigurieren, dass sie auch den ausgehenden Datenverkehr verwaltet. Damit wird es für Schadprogramme deutlich schwerer, von Ihrem Computer aus unbemerkt Verbindungen mit dem Internet herzustellen.
Sicheres Surfen im Internet – Zusammen mit Internet Explorer 7 macht Vista das Surfen im Internet sicherer. Beispielsweise sind ActiveX-Steuerelemente in Vista deaktiviert. Bisher mussten versierte Internet-Benutzer selbst daran denken, diese Steuerelemente zu deaktivieren. Zudem enthält Internet Explorer 7 jetzt Anti-Phishing- and Anti-Spoofing-Tools.
Was Vista fehlt
Microsoft setzt mit Vista in punkto Sicherheit verglichen mit früheren Windows-Versionen neue Maßstäbe. Dennoch bietet Vista keinen Rundumschutz, und noch steht nicht fest, wie effektiv die neuen Funktionen wirklich sind.Das größte Manko von Vista ist jedoch der fehlende Virenschutz. Das bedeutet, dass ein Computer, auf dem Vista ohne zusätzliches Virenschutzprogramm ausgeführt wird, leicht zur Zielscheibe für Angriffe durch Viren, Würmer und Trojanische Pferde werden kann. Es gibt in Vista zwar Funktionen, die möglicherweise die Installation schädlicher Programme verhindern oder sie entfernen, doch schützen sie nicht so effizient wie eine speziell auf diesen Zweck ausgerichtete Virenschutzlösung.
Vista allein kann auch keine betrügerischen Internet-Angriffe abwehren. In der neuesten Version von Internet Explorer von Microsoft gibt es zwar einige Funktionen zum Schutz vor Phishing, doch prüft Vista selbst keine Webseiten auf Echtheit und bietet auch keine Phishing-Filter oder andere Sicherheitsmechanismen zum Schutz vor Betrug. Sollten Sie jedoch einen Browser verwenden, der nicht von Microsoft ist, sind die Funktionen zum Schutz vor Phishing nicht wirksam.
Obwohl die Firewall in Vista verbessert wurde, ist sie für Privatanwender alles andere als optimal. Im Gegensatz zu ausgefeilteren Firewalls wird ausgehender Datenverkehr von der Vista-Firewall nicht standardmäßig blockiert. Stattdessen überlässt sie dem Privatanwender die Entscheidung, welche Programme blockiert und welche zugelassen werden sollen. Das bedeutet weniger Sofortschutz und – nach dem Konfigurieren – weniger Gewissheit, dass die wirklich wichtigen Bedrohungen blockiert werden.
Und auch das integrierte Antispyware-Programm von Vista muss erst noch beweisen, dass es zu den führenden Programmen zur Abwehr von Spionageprogrammen gehört. Produkttests der Einzelplatzversion und erste Testergebnisse von Konkurrenzanbietern deuten darauf hin, dass es einigen bekannten Spionageprogrammen immer noch gelingt, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.
Das Fazit: Vista bietet keine komplette Sicherheit. Das Betriebssystem verfügt zwar zweifellos über eine Sammlung wichtiger Funktionen – diese weist jedoch einige Lücken auf. Und es bleibt abzuwarten, wie sich diese Funktionen in der Praxis bewähren.
Wie Sie Vista sicherer machen
Das Absichern von Computern, auf denen Vista ausgeführt wird, unterscheidet sich nur unwesentlich vom Absichern anderer Computer. Obwohl Vista einige zusätzliche Sicherheitsebenen bietet, sind sicherheitsbewusste Verhaltensweisen bei der Computernutzung und leistungsstarke Sicherheitssoftware auch weiterhin ein Muss.Mehr als alles andere benötigen Sie eine qualitativ hochwertige Virenschutzlösung. Microsoft bezieht dazu eindeutig Stellung: "Neben der Nutzung integrierter Windows Vista-Funktionen sollten Sie mit einer Virenschutzlösung dafür sorgen, dass Ihr Computer störungsfrei arbeitet."
Da Vista weder über integrierten Phishing-Schutz noch über andere Mechanismen zur Abwehr von Online-Betrug verfügt, benötigen Sie eine Lösung, die Sie im Internet bei Bankgeschäften und Einkäufen schützt. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mit einem anderen Browser als Internet Explorer arbeiten.
Angesichts der Funktionsweise der Vista-Firewall empfiehlt es sich, eine separate persönliche Firewall zu installieren, d. h. eine Firewall, mit der nicht nur ausgehender Datenverkehr standardmäßig überprüft wird, sondern auch verdächtige ausgehende Programme automatisch erkannt werden. Dasselbe gilt für das Antispyware-Programm von Vista: Solange sich dieses Programm nicht in der Praxis bewährt hat, sollten Sie eine Antispyware-Lösung installieren, die nachweisliche Erfolge in der Abwehr von Spionageprogrammen vorweisen kann.
Hinzu kommt, dass Vista – als neueste Version des weltweit populärsten Betriebssystems – schon bald Zielscheibe neuer Angriffe sein wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Hacker und Virenprogrammierer damit beginnen, Schwachstellen in Vista auszunutzen. Aus diesem Grund benötigen Sie eine umfassende Sicherheitslösung, die die in Vista vorhandenen Lücken schließt.
Wenn Sie eine Sicherheitssoftware für Ihr aktuelles Microsoft-Betriebssystem besitzen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter nach Vista-kompatiblen Produkten und darüber, wie Sie diese aktualisieren können. Sollte Ihr Anbieter noch kein Vista-Produkt anbieten, informieren Sie sich über das Angebot von Symantec.





