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So beseitigen Sie die Folgen eines Virenangriffs

25. Januar 2006
Zusammenfassung Viren verursachen Kosten und strapazieren Ihre Geduld und Ressourcen. Falls Ihr System infiziert wurde, können Sie mit einigen grundlegenden Schritten dafür sorgen, dass Ihr Computer in kürzester Zeit wieder betriebsbereit ist. Erfahren Sie, wie Sie einen Virus entfernen und Ihr System reparieren können. Und denken Sie daran: Vorbeugen ist immer noch die beste Sicherheitsmaßnahme.
Inhalt dieses Artikels

Einführung

Die schlechte Nachricht: Ihr System ist mit einem Virus infiziert. Nehmen Sie sich einige Sekunden Zeit, um den ersten Schock zu überwinden – aber nicht mehr.

Wenn ein Virus erst einmal Ihr Sicherheitseinrichtungen überwunden hat, kann er schnell durch Ihr System wandern, Dateien zerstören, Daten beschädigen, Anwendungen unbrauchbar machen und die Produktivität insgesamt beeinträchtigen – was nicht selten zu finanziellen Verlusten führt. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie schnell reagieren. Befolgen Sie die nachfolgenden Schritte, um einen Virus zu entfernen und Ihr System zu reparieren.
  1. Trennen und Isolieren: Stellen Sie Ihren Computer quasi unter Quarantäne. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Computer infiziert ist, trennen Sie die Verbindung zum Netzwerk. Ein infizierter Computer gefährdet andere Computer.
  2. Säubern: Sobald Sie die Verbindung getrennt haben, müssen Sie den bösartigen Code entfernen. Setzen Sie dazu Entfernungsprogramme ein, die speziell für diesen Virus geschrieben wurden. Ihre Virenschutzsoftware sollte über Aktualisierungen oder Patches für die jeweilige Sicherheitsbedrohung verfügen. Falls die Software nicht kürzlich aktualisiert wurde, holen Sie dies nach. Symantec Security Response stellt bei jeder neu entdeckten Bedrohung Entfernungsprogramme und aktualisierte Definitionen bereit. Auf der Symantec Security Response-Webseite finden Sie zudem allgemeine Informationen, neue Warnmeldungen und genaueste Anleitungen.
  3. Wiederherstellung des Systems nach einem Virenangriff: Schäden reichen möglicherweise von geänderten Dateinamen über gelöschte Dateien bis hin zu dauerhaft deaktivierten Softwareanwendungen. Bevor Sie mit Ihrem System weiterarbeiten, müssen Sie den ursprünglichen Zustand Ihres Computers wiederherstellen.
  4. Neu installieren: Das Ausmaß des Schadens hängt von dem jeweiligen Virus ab. Sollte Ihr Betriebssystem vollständig zerstört sein, müssen Sie es neu installieren. Stellen Sie Ihren Computer mithilfe der mit dem Computer gelieferten "Schnellwiederherstellungs-CD" mit seiner Originalkonfiguration wieder her. Das bedeutet, dass sämtliche zuvor installierte Anwendungen oder von Ihnen gespeicherte Datendateien verloren gehen. Bevor Sie mit der Neuinstallation beginnen, überprüfen Sie, ob Sie alle notwendigen Informationen zur Hand haben: Originalsoftware, Lizenzen, Registrierung und Seriennummern.
  5. Durchführen einer Virusprüfung: Nach der Wiederherstellung und Neuinstallation sollten Sie Ihr gesamtes Netzwerk auf Viren prüfen, einschließlich aller Dateien und Dokumente. Führen Sie diese Prüfung mit den neuesten Virendefinitionen durch, die für Ihre Virenschutzsoftware verfügbar sind.
  6. Wiederherstellen von Daten: Dies setzt voraus, dass Sie Ihre Dateien sorgfältig gesichert haben. Falls Sie keine regelmäßigen Backups erstellt haben, sind Ihre Dateien unwiederbringlich verloren. Lernen Sie aus Ihrem Fehler, und erstellen Sie ab jetzt in regelmäßigen Abständen Backups Ihrer Daten. Allerdings haben es nicht alle Viren auf Dateien abgesehen, manche greifen nur Anwendungen an.
  7. Verhindern zukünftiger Angriffe: Ihre Virenschutzsoftware sollte stets aktiviert sein, und halten Sie die Virendefinitionen immer auf dem neuesten Stand. Achten Sie darauf, dass Sie immer die neuesten Sicherheits-Patches installieren. Wenn Sie bisher noch keine Virenschutzsoftware auf Ihrem System ausführen, holen Sie dies jetzt nach! Falls Sie beim letzten Angriff Daten verloren haben, empfiehlt es sich, einen Plan für regelmäßige Backups aufzustellen und umzusetzen. Als nächstes sollten Sie alle Kennwörter ändern, z. B. für den Zugriff auf Ihren Internet-Dienstanbieter sowie für FTP, E-Mail und Websites. Einige Viren können Kennwörter aufzeichnen oder erraten, so dass weitere Schwachstellen entstehen. Ändern Sie Kennwörter sofort.

Und vor allem: Lernen Sie aus dieser Erfahrung. Vorbeugen ist immer die beste Sicherheitsmaßnahme. Wenn ein Virus Ihr Sicherheitssystem überwunden hat, ändern oder optimieren Sie Ihre derzeitigen Sicherheitsverfahren. Überlegen Sie, warum Ihre vorherigen Sicherheitsmaßnahmen nicht wirksam waren. Haben Sie Ihre regelmäßig Virendefinitionen und Sicherheits-Patches aktualisiert? Benötigen Sie eine Firewall? Werden Dateien heruntergeladen, ohne sie zuvor auf Viren zu prüfen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um einen erneuten Blick auf Ihre Sicherheitsrichtlinien zu werfen und diese zu überarbeiten und zu verstärken.