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Viren, Würmer und Bedrohungen

21. November 2006
Zusammenfassung Viren und andere traditionelle Bedrohungen sind weiterhin ein ernst zu nehmendes Sicherheitsproblem für Privatanwender.

Traditionelle Bedrohungen bleiben weiterhin gefährlich

Der neueste Symantec-Bericht zu Bedrohungen aus dem Internet zeigt verschiedene neue Trends auf, denen Privatanwender und Home Office-Benutzer ausgesetzt sind. Dazu gehören immer mehr Angriffe auf vertrauliche Informationen, die Ausnutzung neu auftretender Schwachstellen in Web-Browsern sowie Prognosen zu zukünftigen Angriffen – insbesondere solche im Zusammenhang mit Blogs und Webseiten für soziale Netzwerke. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass traditionelle Bedrohungen auch weiterhin ein ernst zu nehmendes Sicherheitsproblem für Privatanwender sind.

Viren, Würmer und Trojanische Pferde

Da neue Bedrohungen wie Phishing und Identitätsdiebstahl im Mittelpunkt der Diskussionen um die Internet-Sicherheit stehen, wird der Virenschutz leicht vernachlässigt. Viren, Würmer und Trojanische Pferde sind jedoch noch immer präsent. Tatsache ist: Sie werden immer gefährlicher. Laut des neuesten Symantec-Berichts zu Bedrohungen aus dem Internet geht es Virenprogrammierern inzwischen mehr um Profit als um Ruhm – Betrug, Diebstahl und andere kriminelle Aktivitäten sind ihre Motive.

So können Sie sich schützen:
  • Installieren Sie eine geeignete Virenschutzlösung.
  • Verwenden Sie eine persönliche Firewall, die über Funktionen zur Angriffserkennung (Intrusion Detection) verfügt.
  • Halten Sie Ihre Sicherheitsprogramme und Browser sowie Ihr Betriebssystem stets auf dem neuesten Stand.
  • Aktualisieren Sie auf die beste neue Sicherheitssoftware, sobald sie verfügbar ist.

E-Mail, Instant Messaging und Dateifreigaben

Obwohl die Viren den eigentlichen Schaden anrichten, werden in der Regel E-Mail-, Instant Messaging- und Dateifreigabeprogramme dazu genutzt, diese Bedrohungen von einem Computer zum nächsten zu übertragen. Dieser Trend setzt sich auch weiterhin fort. Von Viren, die in Instant Messaging-Anhängen verborgen sind, bis hin zu E-Mail-Würmern nutzen Virenprogrammierer auch weiterhin die beliebtesten Kommunikationsmittel, um bösartige Software über das Internet zu verbreiten.

E-Mail-Programme sind die häufigste Verbreitungsmethode für Viren – sie bringen 75 Prozent der 50 wichtigsten virenartigen Bedrohungen in Umlauf. Bei den Instant Messaging-Programmen werden die meisten Viren über AOL® Instant Messenger, Yahoo! Instant Messenger und MSN Messenger verbreitet. Inzwischen sind jedoch auch gängige Dateifreigabenetzwerke wie Kazaa and Gnutella eine beliebte Methode für die Verbreitung bösartigen Codes. Fast ein Viertel der 50 gängisten Bedrohungen wird so weitergegeben.

So können Sie sich schützen:
  • Installieren Sie ein Virenschutzprogramm, das E-Mail- und Instant Messaging-Anhänge automatisch überprüft.
  • Sorgen Sie für einen Firewall-Schutz, der immer aktuell ist.
  • Verwenden Sie einen geeigneten Spam-Filter – ein eigenständiges Programm oder ein Tool, das von Ihrem Internet-Dienstanbieter bereitgestellt wird.
  • Sie sollten den Absender und den Zweck eines Instant Messaging- oder E-Mail-Anhangs kennen, bevor Sie ihn anzeigen, herunterladen oder öffnen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, öffnen Sie nicht den Anhang.
  • Klicken Sie nicht auf Links in E-Mails oder Instant Messaging-Nachrichten von Personen, die Sie nicht kennen.
  • Führen Sie eine Virenprüfung für jede Datei aus, die Sie von einem Dateifreigabenetzwerk herunterladen.

Sicherheit für Heimnetzwerke

Ebenso wie der Virenschutz geraten Maßnahmen zur Absicherung des Netzwerks angesichts neuer Internet-Bedrohungen in den Hintergrund. Die Vernachlässigung der Netzwerksicherheit ist jedoch ein Fehler, insbesondere bei drahtlosen Heimnetzwerken. Laut des jüngsten Symantec-Berichts zu Internet-Bedrohungen ist die Zahl der Angriffe auf drahtlose Netzwerke im ersten Halbjahr 2006 um zirka 30 Prozent gestiegen.

Ohne Schutzmaßnahmen werden drahtlose Netzwerke leicht zum Ziel von Nachbarn, die Ihre Internet-Verbindung kostenlos mitbenutzen – ganz zu schweigen von Cyberkriminellen, die Ihre Netzwerke als Tarnung für weitere Straftaten missbrauchen könnten.

So können Sie sich schützen:
  • Installieren Sie auf jedem Computer eine persönliche Firewall.
  • Installieren Sie eine Firewall am Gateway zu Ihrem Heimnetzwerk.
  • Ändern Sie den Standardnetzwerknamen.
  • Nutzen Sie die leistungsstärkste Verschlüsselung, die auf dem Markt ist.
  • Begrenzen Sie die Reichweite Ihres drahtlosen Routers auf die kleinstmögliche Entfernung.
  • Beschränken Sie den Netzwerkzugriff mithilfe von Adresslisten nur auf die Computer, denen Sie den Zugriff gestatten.

Fazit

Traditionelle Bedrohungen wie Viren und Hacker zielen weiterhin auf Heimcomputer und drahtlose Netzwerke ab – und werden zunehmend gefährlicher. Deshalb sollten Sie auch dann, wenn Sie sich auf neue Bedrohungen konzentrieren, nicht die Sicherheitsgrundlagen vergessen: eine geeignete Firewall, eine leistungsfähige Virenschutzsoftware und Vorsicht beim Herunterladen von Dateien.