Telefonieren über das Internet – laut und deutlich
1. September 2007
Zusammenfassung
Telefonieren über das Internet hat viele Vor- und Nachteile – hier erfahren Sie mehr darüber.
Inhalt dieses Artikels
Sie sind vom Internet begeistert, keine Frage, aber würden Sie Ihre private bzw. geschäftliche Telefonleitung dem Wild-West-Dasein im World Wide Web anvertrauen? Für immer mehr Verbraucher lautet die Antwort: "Klar, warum nicht?"
Beim Voice-over-Internet-Protokoll, auch VoIP genannt, werden Sprachmeldungen als Datenpakete über das Internet übertragen. Noch vor wenigen Jahren war VoIP allein die Domäne einiger Internet-Computerfreaks, denen es gefiel, die großen Telefongesellschaften zu ärgern und kostenlose Telefongespräche mit Teilnehmern in aller Welt zu führen. Dass sie sich dabei mit Echos, atmosphärischen Störungen und unterbrochenen Anrufen herumschlagen mussten, war nebensächlich.
In den letzten 18 Monaten hat sich die Zuverlässigkeit und Qualität von VoIP stark verbessert und sogar die Großen der Telekommunikationsbranche wie Deutsche Telekom und 1&1 sind neben den frühen Anbietern wie Skype und Sipgate auf den Zug aufgesprungen. Das hat dazu geführt, dass sich auch ganz normale Verbraucher überlegen, es mit VoIP zu versuchen. Tatsache ist: Das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan prognostiziert, dass VoIP in den nächsten Jahren ein phänomenales Wachstum erleben wird. Bis 2010 wird ein Anstieg auf 18 Millionen VoIP-Telefonleitungen erwartet – gegenüber 1,5 Millionen im Jahr 2004.
Verbraucher wechseln hauptsächlich aufgrund der niedrigeren Kosten zu VoIP. VoIP-Dienste von Computer zu Computer, wie sie beispielsweise von Skype angeboten werden, und auf Instant Messaging basierende Pläne von Internet-Riesen wie Yahoo, AOL, MSN und Google sind völlig kostenlos. Breitbanddienste wie die von der Deutschen Telekom und 1&1 angebotenen Dienste, mit denen zusätzlich zu Anrufen von und zu PCs auch Anrufe in Mobilfunknetze und normale analoge Telefonnetze möglich sind, kosten normalerweise zwischen 20 und 50 € pro Monat für eine unbegrenzte Anzahl von Orts- und Ferngesprächen sowie Anrufe in bestimmte Länder.
Analysten von In-Stat, einem Marktforschungsunternehmen, gehen davon aus, dass Verbrauchern mit Heimbüros und Privatanwendern VoIP sehr wahrscheinlich als Teil eines Servicepakets angeboten wird, das Internet, Fernsehen und Telefon zu einem Gesamtpreis umfasst. Das war auch der Grund, warum sich Beth und Pete Stackpole aus Newbury, Massachusetts, dazu entschlossen haben, VoIP auszuprobieren. Der neue digitale Sprachdienst war Teil eines von Comcast angebotenen Pakets, erklärt Beth. Bisher gab es noch keine Probleme mit dem Internet-Telefondienst und auch die Qualität der Anrufe ist gleich geblieben.
Am unteren Ende des Marktes gibt es noch einige Schwachstellen, die behoben werden müssen. Zwar wird sich laut einiger Marktbeobachter die Qualität und Zuverlässigkeit weiter verbessern, die alte Regel "Qualität hat Ihren Preis" gilt auch auf dem VoIP-Markt – zumindest jetzt noch. Nicole Wolohan aus Ithaca, New York, kann dem nur zustimmen. Sie hörte zum ersten Mal von Skype und der Möglichkeit, kostenlos von Computer zu Computer zu telefonieren, als ihr Sohn im Teenageralter damit begann, diesen Dienst zu nutzen. Er und seine Freunde konnten sich unterhalten, während sie online Videospiele spielten. Skype funktioniert in diesem Fall perfekt, meint Nicole Wolohan. Als sie jedoch versuchte, über Skype von einem Computer auf einem Telefon anzurufen, brach die Leitung immer wieder zusammen.
Wie bei jeder neuen Technologie gibt es auch bei VoIP einige Sicherheitsrisiken zu bedenken. "Insbesondere wenn Sie über einen Wechsel nachdenken, sollten Sie prüfen, ob Ihre Endgeräte (PCs oder Softphones, also Hörer, die eine Verbindung zum Computer haben) durch eine Firewall geschützt sind und darauf aktuelle Software und Patches von Ihrem VoIP-Anbieter installiert sind", rät Jonathan Zar, Geschäftsführer und beratender Vorsitzender von VOIPSA, der VOIP Security Alliance (www. voipsa.org). "Und Sicherheit betrifft auch das physische Umfeld", fügt er hinzu. Da ein Stromausfall oder eine fehlende Verbindung zum Internet auch den Telefondienst betrifft, empfiehlt Zar VoIP-Kunden zusätzlich die Absicherung durch ein analoges Telefonnetz oder einen Mobilfunkdienst. Denken Sie immer daran: Ohne Internet-Verbindung können Sie auch nicht mehr telefonieren.
Wenn Ihr VoIP-System sicher ist, können Sie sich der nächsten Herausforderung im Zusammenhang mit der Internet-Telefonie stellen: den WiFi-Telefonen, die Anrufe über WiFi-Hotspots tätigen und empfangen können. Und die Entwicklung wird weitergehen: Kombinationstelefone, die sowohl VoIP-Anrufe über WiFi und Anrufe über die etablierten Mobilfunknetze abwickeln können, sind die nächste Stufe der Internet-Telefonie.
Es wird bereits gewitzelt, dass mit der neuen Technologie die öffentlichen Hotspots zu einer einzigen riesigen Telefonzelle werden.Dann kann das Telefonieren erst richtig losgehen.
Beim Voice-over-Internet-Protokoll, auch VoIP genannt, werden Sprachmeldungen als Datenpakete über das Internet übertragen. Noch vor wenigen Jahren war VoIP allein die Domäne einiger Internet-Computerfreaks, denen es gefiel, die großen Telefongesellschaften zu ärgern und kostenlose Telefongespräche mit Teilnehmern in aller Welt zu führen. Dass sie sich dabei mit Echos, atmosphärischen Störungen und unterbrochenen Anrufen herumschlagen mussten, war nebensächlich.
In den letzten 18 Monaten hat sich die Zuverlässigkeit und Qualität von VoIP stark verbessert und sogar die Großen der Telekommunikationsbranche wie Deutsche Telekom und 1&1 sind neben den frühen Anbietern wie Skype und Sipgate auf den Zug aufgesprungen. Das hat dazu geführt, dass sich auch ganz normale Verbraucher überlegen, es mit VoIP zu versuchen. Tatsache ist: Das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan prognostiziert, dass VoIP in den nächsten Jahren ein phänomenales Wachstum erleben wird. Bis 2010 wird ein Anstieg auf 18 Millionen VoIP-Telefonleitungen erwartet – gegenüber 1,5 Millionen im Jahr 2004.
Verbraucher wechseln hauptsächlich aufgrund der niedrigeren Kosten zu VoIP. VoIP-Dienste von Computer zu Computer, wie sie beispielsweise von Skype angeboten werden, und auf Instant Messaging basierende Pläne von Internet-Riesen wie Yahoo, AOL, MSN und Google sind völlig kostenlos. Breitbanddienste wie die von der Deutschen Telekom und 1&1 angebotenen Dienste, mit denen zusätzlich zu Anrufen von und zu PCs auch Anrufe in Mobilfunknetze und normale analoge Telefonnetze möglich sind, kosten normalerweise zwischen 20 und 50 € pro Monat für eine unbegrenzte Anzahl von Orts- und Ferngesprächen sowie Anrufe in bestimmte Länder.
Analysten von In-Stat, einem Marktforschungsunternehmen, gehen davon aus, dass Verbrauchern mit Heimbüros und Privatanwendern VoIP sehr wahrscheinlich als Teil eines Servicepakets angeboten wird, das Internet, Fernsehen und Telefon zu einem Gesamtpreis umfasst. Das war auch der Grund, warum sich Beth und Pete Stackpole aus Newbury, Massachusetts, dazu entschlossen haben, VoIP auszuprobieren. Der neue digitale Sprachdienst war Teil eines von Comcast angebotenen Pakets, erklärt Beth. Bisher gab es noch keine Probleme mit dem Internet-Telefondienst und auch die Qualität der Anrufe ist gleich geblieben.
Am unteren Ende des Marktes gibt es noch einige Schwachstellen, die behoben werden müssen. Zwar wird sich laut einiger Marktbeobachter die Qualität und Zuverlässigkeit weiter verbessern, die alte Regel "Qualität hat Ihren Preis" gilt auch auf dem VoIP-Markt – zumindest jetzt noch. Nicole Wolohan aus Ithaca, New York, kann dem nur zustimmen. Sie hörte zum ersten Mal von Skype und der Möglichkeit, kostenlos von Computer zu Computer zu telefonieren, als ihr Sohn im Teenageralter damit begann, diesen Dienst zu nutzen. Er und seine Freunde konnten sich unterhalten, während sie online Videospiele spielten. Skype funktioniert in diesem Fall perfekt, meint Nicole Wolohan. Als sie jedoch versuchte, über Skype von einem Computer auf einem Telefon anzurufen, brach die Leitung immer wieder zusammen.
Wie bei jeder neuen Technologie gibt es auch bei VoIP einige Sicherheitsrisiken zu bedenken. "Insbesondere wenn Sie über einen Wechsel nachdenken, sollten Sie prüfen, ob Ihre Endgeräte (PCs oder Softphones, also Hörer, die eine Verbindung zum Computer haben) durch eine Firewall geschützt sind und darauf aktuelle Software und Patches von Ihrem VoIP-Anbieter installiert sind", rät Jonathan Zar, Geschäftsführer und beratender Vorsitzender von VOIPSA, der VOIP Security Alliance (www. voipsa.org). "Und Sicherheit betrifft auch das physische Umfeld", fügt er hinzu. Da ein Stromausfall oder eine fehlende Verbindung zum Internet auch den Telefondienst betrifft, empfiehlt Zar VoIP-Kunden zusätzlich die Absicherung durch ein analoges Telefonnetz oder einen Mobilfunkdienst. Denken Sie immer daran: Ohne Internet-Verbindung können Sie auch nicht mehr telefonieren.
Wenn Ihr VoIP-System sicher ist, können Sie sich der nächsten Herausforderung im Zusammenhang mit der Internet-Telefonie stellen: den WiFi-Telefonen, die Anrufe über WiFi-Hotspots tätigen und empfangen können. Und die Entwicklung wird weitergehen: Kombinationstelefone, die sowohl VoIP-Anrufe über WiFi und Anrufe über die etablierten Mobilfunknetze abwickeln können, sind die nächste Stufe der Internet-Telefonie.
Es wird bereits gewitzelt, dass mit der neuen Technologie die öffentlichen Hotspots zu einer einzigen riesigen Telefonzelle werden.Dann kann das Telefonieren erst richtig losgehen.





