W32.Korgo.F

Risikostufe 2: Gering

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Entdeckt am: 1 Juni 2004
Aktualisiert: 13 Februar 2007 12:26:34 PM
Auch bekannt als: Worm.Win32.Padobot.e [Kaspersk, W32/Korgo.worm.g [McAfee], WORM_KORGO.F [Trend]
Typ: Wurm
Infektionslänge: 10.752 Byte
Betroffene Systeme: Windows 2000, Windows XP


Bei Ausführung führt W32.Korgo.F folgende Aktivitäten durch:
  1. Er löscht die Datei Ftpupd.exe aus dem Ordner, von dem aus der Wurm ausgeführt wurde.

  2. Er löscht die Werte:

    "System Service Manager"
    "System Restore Service"
    "Bot Loader"
    "Windows Update Service"
    "WinUpdate"
    "Windows Security Manager"
    "avserve.exe"
    "avserve2.exe"


    aus dem folgenden Registrierungsschlüssel:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run

  3. Er sucht den Wert:

    "Disk Defragmenter"

    im folgenden Registrierungsschlüssel:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run

    • Wenn der Wert "Disk Defragmenter" nicht existiert, fügt der Wurm den Wert:

      "Client"="1"

      dem folgenden Registrierungsschlüssel hinzu:

      HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Wireless

    • Wenn der Wert "Disk Defragmenter" existiert, doch der Pfad der Datei anders lautet, geht der Wurm so vor:

      1. Er kopiert sich selbst nach %System\<Beliebiger Dateiname>.exe.


        Hinweis: %System% ist eine Variable. Der Wurm findet den Ordner "System" und kopiert sich dorthin. Standardmäßig ist dies C:\Windows\System (Windows 95/98/Me), C:\Winnt\System32 (Windows NT/2000) oder C:\Windows\System32 (Windows XP).

      2. Er fügt den Wert

        "Disk Defragmenter"="%System%\<Beliebiger Dateiname>.exe"

        dem folgenden Registrierungsschlüssel hinzu:

        HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run

      3. Er startet die Datei <Beliebiger Dateiname>.exe und beendet dann den aktuellen Prozess.

    • Wenn der Wert "Disk Defragmenter" existiert und der Wert dem Pfad des Wurms entspricht, löscht er den Wert

      "Client"

      aus dem Registrierungsschlüssel:

      HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Wireless

  4. Er versucht, eine Funktion in die Datei Explorer.exe als Thread einzufügen.

    Wenn dies erfolgreich ist, wird diese Bedrohung im Prozess Explorer.exe ausgeführt. Alle im nächsten Schritt beschriebenen Aktionen scheinen durch den Prozess Explorer.exe ausgeführt zu werden, und der Wurm wird beim Anzeigen der Liste der Prozesse im Task-Manager von Windows nicht aufgeführt.

    Wenn dies nicht erfolgreich ist, wird die Bedrohung weiterhin als eigener Prozess ausgeführt.

  5. Er erstellt zusätzliche Threads und führt folgende Aktionen durch:


    Hinweis: Während der Wurm diese Threads erstellt, hindert er den Computer am Herunterfahren oder an einem Neustart.


    • Er öffnet die TCP-Ports 113, 3067 und andere beliebige Ports. Der Wurm überwacht diese Ports und wenn er eine bestimmte Meldung erhält, sendet er eine Kopie von sich selbst an den Remote-Computer.

    • Er versucht, die LSASS-Windows-Sicherheitslücke auf TCP-Port 445 (beschrieben im Microsoft Security Bulletin MS04-011) gegen beliebige IP-Adressen auszunutzen. Wenn der Wurm einen anfälligen Computer findet, versucht der Computer, auf einem der durch den Wurm geöffneten TCP-Ports eine Rückverbindung zu dem infizierten Computer herzustellen.

    • Er versucht, Verbindungen zu einem der folgenden IRC-Server auf dem TCP-Port 6667 herzustellen und Befehle zu erhalten:
      • gaspode.zanet.org.za
      • lia.zanet.net
      • irc.tsk.ru
      • london.uk.eu.undernet.org
      • washington.dc.us.undernet.org
      • los-angeles.ca.us.undernet.org
      • brussels.be.eu.undernet.org
      • caen.fr.eu.undernet.org
      • flanders.be.eu.undernet.org
      • graz.at.eu.undernet.org
      • moscow-advocat.ru
      • gaz-prom.ru

5400-Serie von Symantec Gateway Security und Symantec Gateway Security V. 1.0
  • Virenschutzkomponente: Es ist eine Aktualisierung für die Symantec Gateway Security AntiVirus-Engine verfügbar, die Ihr System vor W32.Korgo.F.Worm schützt. Benutzern der 5000-Serie von Symantec Gateway Security wird empfohlen, LiveUpdate auszuführen.
  • IDS/IPS-Komponente: Eine Signatur für die 5400-Serie von Symantec Gateway Security, die Angriffe auf die Microsoft LSASS-Sicherheitslücke erkennt, ist in der am 14. April herausgebrachten Sicherheitsaktualisierung SU 8 enthalten. Außerdem wurde eine Signatur für SGS 1.0 herausgebracht, die Angriffe auf die Microsoft LSASS-Schwachstelle erkennt. Benutzern der 5000-Serie von Symantec Gateway Security wird empfohlen, LiveUpdate auszuführen.
  • Vollständige Anwendungsinspektions-Firewall-Komponente: Die vollständige Anwendungsinspektions-Firewall-Technologie von Symantec schützt Sie standardmäßig vor dem Wurm W32.Korgo.F.Worm, indem Angreifern der Zugriff auf den TCP-Port 445 sowie die Hintertür-Ports (TCP-Ports 113 und 3067) bei infizierten Computern verwehrt wird. Administratoren wird empfohlen, sicherzustellen, dass die Sicherheitsrichtlinien auf diesen Ports keinen eingehenden Verkehr zulassen. Administratoren sollten ihre Protokolldateien analysieren und nachprüfen, ob bei den internen Systemen fehlgeschlagene Versuche zum Erstellen einer IRC-Sitzung auf dem Ziel-TCP-Port 6667 vermeldet sind. Dies wäre ein mögliches Anzeichen für ein geschädigtes System.

Symantec Enterprise Firewall 8.0
Die vollständige Anwendungsinspektions-Firewall-Technologie von Symantec schützt Sie standardmäßig vor dem Wurm W32.Korgo.F.Worm, indem Angreifern der Zugriff auf den TCP-Port 445 sowie die Hintertür-Ports (TCP-Ports 113 und 3067) bei infizierten Computern verwehrt wird. Administratoren wird empfohlen, sicherzustellen, dass die Sicherheitsrichtlinien auf diesen Ports keinen eingehenden Verkehr zulassen.

Symantec Enterprise Firewall 7.0.x und Symantec VelociRaptor 1.5
Die vollständige Anwendungsinspektions-Firewall-Technologie von Symantec schützt Sie standardmäßig vor dem Wurm W32.Korgo.F.Worm, indem Angreifern der Zugriff auf den TCP-Port 445 sowie die Hintertür-Ports (TCP-Ports 113 und 3067) bei infizierten Computern verwehrt wird. Administratoren wird empfohlen, sicherzustellen, dass die Sicherheitsrichtlinien auf diesen Ports keinen eingehenden Verkehr zulassen.

Symantec Clientless VPN Gateway 4400 Series
Symantec Clientless VPN Gateway v5.0 wird durch diese Bedrohung nicht beeinträchtigt.

Symantec Gateway Security 300 Series
Die vollständige Inspektions-Firewall-Technologie von Symantec schützt Sie standardmäßig davor, dass externe Angreifer bei internen Systemen auf den TCP-Port 445 und auf die Hintertür-Ports (TCP-Ports 113, 3067 oder ein beliebiger Port) bei infizierten Computern zugreifen können. Wir empfehlen Administratoren, sicherzustellen, dass die Sicherheitsrichtlinien keinen eingehenden Verkehr auf den TCP-Ports 445, 113 und 3067 zulassen. Außerdem sollte die AVpe-Funktion der 300-Serie von SGS verwendet werden, um sicherzustellen, dass alle AV-Clients über die aktuellsten Virusdefinitionen verfügen.

100/200-Serie von Symantec Firewall/VPN
Die vollständige Inspektions-Firewall-Technologie von Symantec schützt Sie standardmäßig davor, dass Angreifer bei internen Systemen auf den TCP-Port 445 und auf die Hintertür-Ports (TCP-Ports 113 und 3067 oder ein beliebiger Port) bei infizierten Computern zugreifen können.

Symantec ManHunt
Am 13. April 2004 wurde das Security Update 22 herausgebracht, mit dem alle Versuche, die LSASS-Sicherheitslücke auszunutzen, mit der Signatur "Microsoft RPC LSASS DS Request" erkannt werden. Daher waren Benutzer von Symantec ManHunt bereits geschützt und zu keinem Zeitpunkt anfällig, als W32.Korgo.F.Worm in Umlauf gebracht wurde.

Empfehlungen

Symantec Security Response empfiehlt allen Benutzern und Administratoren, die folgenden grundlegenden Sicherheitsregeln einzuhalten:

  • Beenden und entfernen Sie alle nicht benötigten Dienste. Viele Betriebssysteme installieren automatisch Hilfsprogramme, die nicht unbedingt erforderlich sind, z. B. FTP-Server, Telnet und Web-Server. Diese Dienste öffnen Angreifern Tür und Tor. Durch ihr Entfernen wird die Angriffsfläche für komplexe Bedrohungen reduziert, und Sie müssen weniger Programme mit Patch-Updates auf dem neuesten Stand halten.
  • Wenn eine komplexe Bedrohung einen oder mehrere Netzwerkdienste angreift, deaktivieren oder sperren Sie diese so lange, bis ein entsprechender Patch installiert wurde.
  • Halten Sie Ihre Patches immer auf dem neuesten Stand, insbesondere auf Computern, auf denen öffentliche Dienste installiert sind und auf die über die Firewall zugegriffen werden kann (z. B. auf HTTP-, FTP-, E-Mail- und DNS-Dienste). So sollte beispielsweise auf allen Windows-basierten Computern das aktuellste Service Pack installiert sein. Darüber hinaus sollten Sie alle in diesem Dokument, in vertrauenswürdigen Sicherheitsmitteilungen oder auf den Webseiten der Hersteller erwähnten Sicherheits-Updates installieren.
  • Erstellen Sie eine Kennwortrichtlinie und sorgen Sie für ihre Durchsetzung. Komplexe Kennwörter erschweren den Einbruch in Kennwortdateien auf Computern, deren Sicherheit nicht mehr intakt ist. Dadurch können Schäden verhindert oder begrenzt werden, wenn ein Computer angegriffen wurde.
  • Stellen Sie Ihren E-Mail-Server so ein, dass E-Mails mit Dateianhängen, über die häufig Viren verbreitet werden (z. B. Dateien mit der Endung .vbs, .bat, .exe, .pif und .scr), blockiert oder entfernt werden.
  • Isolieren Sie infizierte Computer schnellstmöglich, um weitere Schäden zu verhindern. Führen Sie eine forensische Analyse durch, und reparieren Sie die Computer mithilfe zuverlässiger Medien.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, so dass sie keine Anhänge öffnen, die unaufgefordert eingesendet werden. Führen Sie außerdem keine aus dem Internet heruntergeladene Software aus, die zuvor nicht auf Viren geprüft wurde. Schon allein der Besuch einer infizierten Internet-Seite kann zu einer Infektion führen, wenn bestimmte Browser-Schwachstellen nicht behoben werden.

Dokument verfasst von: Maryl Magee
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