Entdeckt am: 20 November 2004
Aktualisiert: 13 Februar 2007 12:31:52 PM
Auch bekannt als: Vundo [McAfee], Vundo.dldr [McAfee]
Typ: Trojanisches Pferd
Infektionslänge: Variiert
Betroffene Systeme: Windows 2000, Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows Server 2003, Windows XP
Trojan.Vundo besteht aus vier Komponenten:
- HTML-Code, der die Microsoft Internet Explorer-Malformed IFRAME-Remote-Pufferüberlaufschwachstelle (beschrieben im Microsoft Security Bulletin MS04-040) ausnutzt.
- Eine Downloader-Komponente
- Werbesoftware
- Ein DLL-Modul, das die Werbesoftware installiert
Der HTML-Code nutzt die Microsoft Internet Explorer-Malformed IFRAME-Remote-Pufferüberlaufschwachstelle (beschrieben im
Microsoft Security Bulletin MS04-040) aus und versucht, die Datei C:\bla.exe von der Adresse 83.149.86.132 herunterzuladen und auszuführen. Dies ist die Downloader-Komponente des Trojaners.
Wenn der Trojaner auf dem infizierten Computer ausgeführt wird, führt er die folgenden Aktionen durch:
- Erstellt eine .exe-Datei mit einem Dateinamen, der aus den folgenden Zeichenfolgen gebildet wird:
- abr
- av
- anti
- ac
- acc
- ad
- ap
- as
- bin
- bas
- bak
- cab
- cat
- cmd
- com
- cr
- c
- drv
- db
- disk
- dll
- dns
- dos
- doc
- dvd
- eula
- exp
- fax
- font
- ftp
- hard
- iis
- img
- inet
- info
- ip
- java
- kb
- key
- lib
- log
- main
- ms
- mc
- mfc
- mp3
- msvc
- net
- nut
- odbc
- ole
- pc
- ps
- play
- ras
- reg
- run
- sys
- srv
- svr
- svc
- s
- tapi
- tcp
- task
- un
- url
- util
- vb
- vga
- vss
- xml
- wave
- web
- W
- win
- wms
Speichert und führt die obige Datei in einem der folgenden Ordner aus:
- %Windir%\addins
- %Windir%\AppPatch
- %Windir%\assembly
- %Windir%\Config
- %Windir%\Cursors
- %Windir%\Driver Cache
- %Windir%\Drivers
- %Windir%\Fonts
- %Windir%\Help
- %Windir%\inf
- %Windir%\java
- %Windir%\Microsoft.NET
- %Windir%\msagent
- %Windir%\Registration
- %Windir%\repair
- %Windir%\security
- %Windir%\ServicePackFiles
- %Windir%\Speech
- %Windir%\system
- %Windir%\system32
- %Windir%\Tasks
- %Windir%\Web
- %Windir%\Windows Update Setup Files
- %Windir%\Microsoft\
Hinweis: %Windir% ist eine Variable und bezieht sich auf den Windows-Installationsordner. In der Regel ist dies C:\Windows oder C:\Winnt.
- Löscht den Wert
"*MS Setup"
aus dem Registrierungsschlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
- Fügt den Wert:
"*WinLogon" = "[Vollständiger Pfad zur Trojaner-Datei] ren time:[willkürliche Zahl]"
dem folgenden Registrierungsschlüssel hinzu:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
- Erstellt den folgenden Registrierungseintrag:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Internet Explorer\Main\Active State
- Versucht, eine Datei von der IP-Adresse 62.4.84.41 herunterzuladen und auszuführen.
Die abgerufene Datei ist ein Werbesoftware-Modul mit einer integrierten DLL-Komponente.
- Speichert die URL-Liste und kann versuchen, eine HTTP-Anfrage an eine der folgenden IP-Adressen zu senden:
- Legt die integrierte DLL-Datei als %Temp%\[rückwärts geschriebener Trojaner-Dateiname].dat. ab.
- Bettet die integrierte DLL in den Adressbereich von mehreren laufenden Prozessen sowie in jeden Prozess ein, der ausgeführt wird, nachdem die Bedrohung gestartet wurde.
- Erstellt die folgenden temporären Dateien, die nicht schädlich sind:
- [rückwärts geschriebener Trojaner-Dateiname].bak1
- [rückwärts geschriebener Trojaner-Dateiname].bak2
- [rückwärts geschriebener Trojaner-Dateiname].ini
- Fügt den Wert:
"*[Dateiname des Trojaners]" = "[Vollständiger Pfad zur Trojanerdatei] rerun"
dem folgenden Registrierungsschlüssel hinzu:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
- Fügt den Wert:
"[ Standardwert]" = "{02F96FB7-8AF6-439B-B7BA-2F952F9E4800}"
den folgenden Registrierungsschlüsseln hinzu:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\ATLEvents.ATLEvents\CLSID
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\ATLEvents.ATLEvents.1\CLSID
- Erstellt die folgenden Registrierungseinträge:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\CLSID\{02F96FB7-8AF6-439B-B7BA-2F952F9E4800}
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\
Browser Helper Objects\{02F96FB7-8AF6-439B-B7BA-2F952F9E4800}HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\CLSID\{2353FCBC-012D-487B-8BF3-865C0929FBEB} HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\ATLDistrib.ATLDistrib\CLSID\
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\ATLDistrib.ATLDistrib.1\CLSID\
HKEY_USERS\S-1-5-21-2068663838-1736639611-1443527720-500\Software\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Ext\Stats\{2353FCBC-012D-487B-8BF3-865C0929FBEB}
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\CLSID\{22E85F2A-4A67-4835-B2C3-C575FE4EC322}
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\ADOUsefulNet.ADOUsefulNet
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\ADOUsefulNet.ADOUsefulNet.1
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Browser Helper Objects\{22E85F2A-4A67-4835-B2C3-C575FE4EC322}
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Browser Helper Objects\{DE8BDE42-16D9-4CCC-9F4F-1C3167B82F60}
HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{DE8BDE42-16D9-4CCC-9F4F-1C3167B82F60}
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\DPCUpdater.DPCUpdater
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\DPCUpdater.DPCUpdater.1
- Zeigt Werbung auf dem infizierten Computer an.
- Startet die Werbekomponente, wenn der Trojaner entdeckt, dass die Werbekomponente gestoppt wurde.
- Nach dem Neustart wird der Trojaner mit dem Parameter "rerun" ausgeführt (siehe Schritt 10). Wenn der Trojaner mit dem Parameter "rerun" ausgeführt wird, fügt er den folgenden Wert:
"*[Dateiname des Trojaners]" = "[Vollständiger Pfad zur Trojanerdatei]"
dem folgenden Registrierungsschlüssel hinzu:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
- Beeinträchtigt die Computerleistung, indem er die Menge des verfügbaren virtuellen Speichers herabsetzt. Dies kommt daher, dass der Trojaner, die Microsoft Internet Explorer-Malformed IFRAME-Remote-Pufferüberlaufschwachstelle (beschrieben im Microsoft Security Bulletin MS04-040) ausnutzt.
Empfehlungen
Symantec Security Response empfiehlt allen Benutzern und Administratoren, die folgenden grundlegenden Sicherheitsregeln einzuhalten:
- Beenden und entfernen Sie alle nicht benötigten Dienste. Viele Betriebssysteme installieren automatisch Hilfsprogramme, die nicht unbedingt erforderlich sind, z. B. FTP-Server, Telnet und Web-Server. Diese Dienste öffnen Angreifern Tür und Tor. Durch ihr Entfernen wird die Angriffsfläche für komplexe Bedrohungen reduziert, und Sie müssen weniger Programme mit Patch-Updates auf dem neuesten Stand halten.
- Wenn eine komplexe Bedrohung einen oder mehrere Netzwerkdienste angreift, deaktivieren oder sperren Sie diese so lange, bis ein entsprechender Patch installiert wurde.
- Halten Sie Ihre Patches immer auf dem neuesten Stand, insbesondere auf Computern, auf denen öffentliche Dienste installiert sind und auf die über die Firewall zugegriffen werden kann (z. B. auf HTTP-, FTP-, E-Mail- und DNS-Dienste). So sollte beispielsweise auf allen Windows-basierten Computern das aktuellste Service Pack installiert sein. Darüber hinaus sollten Sie alle in diesem Dokument, in vertrauenswürdigen Sicherheitsmitteilungen oder auf den Webseiten der Hersteller erwähnten Sicherheits-Updates installieren.
- Erstellen Sie eine Kennwortrichtlinie und sorgen Sie für ihre Durchsetzung. Komplexe Kennwörter erschweren den Einbruch in Kennwortdateien auf Computern, deren Sicherheit nicht mehr intakt ist. Dadurch können Schäden verhindert oder begrenzt werden, wenn ein Computer angegriffen wurde.
- Stellen Sie Ihren E-Mail-Server so ein, dass E-Mails mit Dateianhängen, über die häufig Viren verbreitet werden (z. B. Dateien mit der Endung .vbs, .bat, .exe, .pif und .scr), blockiert oder entfernt werden.
- Isolieren Sie infizierte Computer schnellstmöglich, um weitere Schäden zu verhindern. Führen Sie eine forensische Analyse durch, und reparieren Sie die Computer mithilfe zuverlässiger Medien.
- Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, so dass sie keine Anhänge öffnen, die unaufgefordert eingesendet werden. Führen Sie außerdem keine aus dem Internet heruntergeladene Software aus, die zuvor nicht auf Viren geprüft wurde. Schon allein der Besuch einer infizierten Internet-Seite kann zu einer Infektion führen, wenn bestimmte Browser-Schwachstellen nicht behoben werden.
Dokument verfasst von: John Park and Sergei Shevchenk