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| E-Commerce: Wagen Sie den Sprung!
Mit der Entwicklung des High-Speed-Internets erlangt E-Commerce einen immer stärkeren Stellenwert. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich mit den Techniken des E-Commerce vertraut zu machen. Diese Richtlinien sollen Ihnen dabei helfen:
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Viele Unternehmen haben nach dem Dot-Com-Crash das Internet als Priorität gänzlich aufgegeben, nachdem sie sich anfangs so viel – vielleicht zu viel – davon erwartet haben. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2003 bestätigt diesen Trend: Ungefähr 60 % der kleinen und mittelständischen Unternehmen haben in Europa ihre eigene Website, aber nur 18 % praktizieren E-Commerce. Einige Anzeichen sprechen jedoch dafür, dass E-Commerce wieder im Aufschwung ist. Die Business-to-Business-Verkäufe stiegen letztes Jahr in Europa beispielsweise um 75 %. Mit der Entwicklung des High-Speed-Internets zeigte sich ein neues Kaufverhalten, wie zum Beispiel das Interesse an Downloads von Audio- und Videodateien. Darum ist momentan der richtige Zeitpunkt, ebenfalls ins E-Commerce einzusteigen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie dabei nicht dieselben Fehler begehen wie die Dot-Com-Pioniere.
1) Wählen Sie eine klare Produktplatzierung und bieten Sie zusätzliche Services. Mit einer E-Commerce-Site können Sie neue Kunden gewinnen. Wenn Ihre Produktplatzierung nicht eindeutig ist, kann aber auch das Gegenteil der Fall sein. Ihre Site muss über eine klare Identität und eine web-spezifische Produktreihe verfügen. Konzentrieren Sie sich daher anfangs am besten auf eine bestimmte Produktreihe. Eine Website, auf der lediglich Computerzubehör zu Discount-Preisen angeboten wird, hat eine eindeutige Marktposition. Die meisten Internet-Benutzer erwarten Web-spezifische Services: Niedrigere Preise im Internet als im Einzelhandel, zusätzliche Leistungen oder Services, die nur online verfügbar sind, sind Grund genug, sich für Ihr Produkt zu entscheiden. Wenn Sie beispielsweise auf einer Website Konzertkarten verkaufen, mit denen die Besucher direkten Zugang zum Konzertsaal haben (ohne weiteres Anstehen), ist das ein Zusatzservice für Internet-Käufer, der anderweitig nicht verfügbar ist.
2) Hüten Sie sich vor hohen Ausgaben. Sie müssen für Ihren Online-Shop nicht viel ausgeben. Viele Firmen bieten bereits fertige Lösungen an. Beachten Sie die Software-Anforderungen, die für die Verbindung mit Ihrer Website, Ihrem Lager oder Ihrem Buchhaltungssystem erforderlich sind. Eine benutzerdefinierte Anpassung kann sehr teuer werden. Sie können Geld sparen, indem Sie eine Lösung wählen, die sich in Ihre vorhandene Software-Umgebung integrieren lässt. Die Website sollte in Bezug auf Updates einfach zu verwalten sein. Für diese Vorgänge sollte kein Experte nötig sein.
3) Bieten Sie sichere Zahlungsmöglichkeiten. Viele Kunden geben nur ungern ihre Bankdetails über das Internet preis. Reagieren Sie auf diese Situation, indem Sie sichere Online-Zahlungsmöglichkeiten bieten. Manchmal können Sie sich damit direkt an Ihre Bank wenden: Einige Banken bieten sichere, sofort einsetzbare Tools. SSL (Secure Socket Layer) ist immer noch das am häufigsten verwendete Protokoll. Beachten Sie jedoch die Verschlüsselungsebene: Schlüssel mit weniger als 128 Bit werden nicht länger als sicher angesehen. Sie können auch eine Bezahlung per Rechnung anbieten. Auf jeden Fall müssen Sie deutlich machen, dass eine Online-Bezahlung auf Ihrer Site sicher ist. Erstellen Sie auch eine Seite, auf der Sie die Funktionsweise des Systems und seine Sicherheit für Ihre Kunden erklären. Nach wie vor ist die Zahlung per Kreditkarte – entgegen vieler Behauptungen – eine der sichersten Zahlungsmethoden im Internet. Einige Kreditkartenunternehmen bieten inzwischen einen speziellen Service mit erhöhtem Schutz gegen Missbrauch an.
4) Schützen Sie Ihre Daten. Die Daten auf Ihrem Server sind enorm wichtig. Darunter befinden sich Kontonummern und andere vertrauliche Kundeninformationen oder genaue Informationen zu Ihren Aktivitäten. Diese Systemdaten müssen unbedingt geschützt werden. Entscheiden Sie sich daher für Online-Zahlungsmöglichkeiten, bei denen die Kartennummern Ihrer Kunden nicht gespeichert werden. Es gibt Software, die einen direkten Transfer dieser Nummern an Ihre Bank ermöglicht. Auf diese Weise vermeiden Sie Risiken durch Piraterie. Konfigurieren Sie die Firewall des Unternehmens entsprechend, um andere vertrauliche Daten zu schützen. Außerdem müssen Sie Ihre Software stets aktualisieren. Viele Hacker dringen über bekannte Sicherheitslücken in Ihr System ein. Auf Ihrer Site können Sie Ihre Richtlinien zum Datenschutz erwähnen und erklären, dass Sie niemals Daten an Dritte weitergeben werden.
5) Haben Sie realistische Erwartungen. Erwarten Sie nicht sofort riesige Verkaufszahlen. Anfangs können Sie ein geringes Budget bereitstellen, um Risiken zu vermeiden (seien Sie dabei präzise). Legen Sie Ihre Ziele sorgfältig fest. Welche Gewinne aus dem Internet sind realistisch? Soll Ihre Site zusätzliche Gewinne bringen oder Ihren Bekanntheitsgrad erhöhen? Wenn Sie diese Fragen beantworten, werden Sie sich klar darüber, was Sie vom E-Business erwarten können.
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