Symantec Deutschland
Symantec weltweit
Produkte & Services
Bezugsquellen
Unterstützung
Händlerzentrum
Security Response
Downloads
Über Symantec
Suche
Kontakt


© 1995-2008 Symantec Corporation.
All rights reserved.

Rechtliche Hinweise
Aktualisierte Datenschutzrichtlinien
Impressum


Privatanwender und Home Office
Anmelden

Kindersicherungssoftware

Heute gibt es verschiedene Mittel und Wege, Kinder und Jugendliche vor ungeeigneten Internet-Inhalten zu schützen. Eine sehr einfache aber in der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannte Möglichkeit ist Kindersicherungssoftware. Wie sie funktioniert und welche Optionen für Sie geeignet sind, darüber informiert Sie der nachfolgende Artikel.

Viele, die sich für einen privaten Internetanschluss entscheiden, tun dies aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die das Internet bietet. Die Risiken, die es ebenfalls birgt - Viren, Datenschutzverletzungen und für Kinder ungeeignete Inhalte - werden vielen Nutzern erst nach einiger Zeit bewusst. Zum Beispiel dann, wenn sie feststellen, wie leicht der Zugriff auf Webseiten ist, deren Inhalte nur für Erwachsene geeignet sind. Unbestreitbar ist, dass das Internet ein einzigartiges Wissens- und Bildungsforum auch für Kinder darstellt. Unbestreitbar ist allerdings auch, dass es gleichzeitig Zugriff auf unzählige Sites mit für Kinder ungeeigneten Inhalten bietet. Von sexuellen oder gewaltverherrlichenden Inhalten bis hin zu Inhalten, die Rassismus oder den Drogenkonsum propagieren oder von kriminellen Vereinigungen betriebene Sites.

So hat eine im Rahmen des .SAFE-Projekts europaweit durchgeführte Studie ergeben, dass 24% der Kinder im Internet zufällig auf Seiten mit pornographischen Inhalten stoßen. Vor dieser Art von Inhalten können Kinder auf unterschiedliche Weise geschützt werden, z. B. mit Hilfe von Kindersicherungssoftware.

Was ist Kindersicherungssoftware?
Mit Kindersicherungssoftware können Eltern verhindern, dass ihre Kinder ungeeignete Internet-Inhalte aufrufen. Diese Art von Software dient als Filter, der den Zugriff auf unbedenkliche Inhalte zulässt, den Zugriff auf bedenkliche Inhalte jedoch blockiert.

Wie funktioniert diese Software?
Es gibt im Wesentlichen zwei Verfahren, mit denen Kindersicherungssoftware den Zugriff auf ungeeignete Inhalte blockiert: das Filtern anhand von URL-Listen und das Filtern anhand von Schlüsselwörtern. Das Filtern anhand von URL-Listen ist das verbreitetere Verfahren. In der Regel überprüft die Software dabei eine Datenbank mit ungeeigneten Sites. Diese Datenbanken, die auch als „Blacklists“ oder „Negativlisten“ bezeichnet werden, enthalten Adressen, die unterschiedlichen Kategorien zugeordnet sind, z. B. Sex, Gewalt, Waffen, Religion oder Politik. Kindersicherungssoftware bietet Eltern in der Regel die Möglichkeit, eine oder mehrere dieser Kategorien für den Zugriff zu sperren. Wenn ein Kind auf eine Webseite zugreifen möchte, überprüft die Software zunächst, ob die zugehörige URL in der Blacklist zu finden ist. Ist dies der Fall, wird der Zugriff auf die Seite blockiert. Software, die Inhalte auf diese Art und Weise filtert, funktioniert nach demselben Prinzip wie Antiviren-Software, d. h. sie muss regelmäßig aktualisiert werden, damit sie die entsprechenden Inhalte zuverlässig filtern kann.

Wissen sollte man dabei jedoch, dass die Anzahl neuer Sites so rapide zunimmt, dass es praktisch unmöglich ist, alle ungeeigneten Adressen zu erfassen. Um diesem Problem zu begegnen, haben Softwarehersteller ein weiteres Verfahren entwickelt: das Filtern nach Schlüsselwörtern. In diesem Fall wird der Zugriff auf Seiten verhindert, die Wörter enthalten, die als für Kinder ungeeignet festgelegt wurden. In den meisten Fällen können Eltern auch eigene Listen mit ungeeigneten Wörtern hinzufügen. Möchten Eltern beispielsweise verhindern, dass ihre Kinder auf Sites zugreifen, die gewaltverherrlichende Videospiele enthalten, können sie Wörter festlegen, die mit diesem Thema in Zusammenhang stehen.

Reicht Filtern aus?
Die mit dem Internet verbundenen Risiken beschränken sich nicht auf die schockierenden Inhalte einiger Sites. Diskussionsforen und Chats können ebenfalls ungeeignet sein, wenn Ihr Kind nicht ausreichend informiert ist und unbeaufsichtigt auf diese Plattformen zugreifen kann. Betreiber von Seiten mit pädophilen Inhalten oder Sekten können versuchen, Kinder über solche Foren zu erreichen.

E-Commerce-Sites, auf denen Kinder mit verlockenden Angeboten zum Kauf angeregt werden sollen sind ebenfalls als Gefährdung einzuschätzen. Einige Unternehmen versuchen auf diese Art und Weise auch, für Marketing-Zwecke an vertrauliche Informationen zu gelangen.
Mit Kindersicherungssoftware können Eltern auch den Zugriff auf solche Seiten blockieren und verhindern so, dass ihre Kinder den Namen und die Adresse oder sogar die Kreditkartennummer der Eltern an E-Commerce-Unternehmen weitergeben. Eltern können festlegen, dass an Foren gesendete Nachrichten anhand von bestimmten Schlüsselwörtern gefiltert werden, und verhindern, dass vertrauliche Informationen gesendet werden. Außerdem können sie festlegen, dass ihre Kinder nur eine bestimmte Zeit lang online sein dürfen, oder den Internetzugriff sperren, wenn sie nicht zu Hause sind. In den meisten Fällen bietet Kindersicherungssoftware die Möglichkeit, unterschiedlichen Benutzern unterschiedliche Profile zuzuweisen. Vorteil: Eltern können für jedes Kind eigene Regeln definieren.

Welche Option ist für Sie die richtige?
Neben dem Filtern von Web-Inhalten bietet Kindersicherungssoftware auch häufig zusätzliche Tools wie Antiviren-Software oder persönliche Firewalls. Derartige Software bietet damit einen Rundumschutz. Die Sprache ist ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Wahl der Software. Da Kindersicherungssoftware zuerst in den USA entwickelt wurde, filterte sie über Jahre nur Sites mit englischsprachigen Inhalten. Mittlerweile bietet diese Software in der Regel die Möglichkeit, aus mehreren Sprachen auszuwählen. Sie sollten beim Kauf jedoch speziell darauf achten, dass die Möglichkeit zum Erstellen personalisierter Schlüsselwortlisten besteht. Software, die Sites, die das Wort „sexy“ enthalten, blockiert, den Zugriff auf Sites mit dem Wort „Sex“ aber zulässt, bietet keinen ausreichenden Schutz. Bei Verwendung von Kindersicherungssoftware müssen Sie auch auf die Konfiguration und die Wortwahl achten. Ansonsten kann es sein, dass sie Ihrem Kind auch den Zugriff auf informative und bildende Inhalte verwehren.

Und noch eines gilt es zu berücksichtigen: Kindersicherungssoftware soll Kinder schützen, sie dient nicht zur Überwachung. Einige Hersteller werben damit, dass ihre Software besonders diskret arbeitet und Prozesse unbemerkt im Hintergrund ausgeführt werden können. Sie betonen, dass Tastenanschläge aufgezeichnet und Kopien des Bildschirms erstellt werden können, ohne dass der Benutzer dies merkt. Diese Art der Spionage eignet sich definitiv nicht dazu, Ihren Kindern die Gefahren des Internets näher zu bringen! Wenn Sie Kindersicherungssoftware verwenden möchten, sollten Sie zunächst mit Ihren Kindern darüber sprechen und ihnen den Zweck dieser Software erläutern. Darüber hinaus sollten Sie Ihre Kinder in die Verwendung des Internet einführen und ihnen erklären, dass Vorsicht das oberste Gebot beim Surfen im Web ist.

zurück zum Seitenanfang

nach oben