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In der Britney-Falle

Autor: Sabine Kuch, Symantec-Sprecherin

Wer prominent ist, steht im Licht der Öffentlichkeit und nutzt es, um den eigenen Ruhm zu vergrößern. Leider kommen dabei aber auch Dinge zu Tage, die nicht unbe-dingt für alle bestimmt sind. Die Stars sitzen in der Britney-Falle. Jeder kennt sie als die gefeierte Pop-Prinzessin und jeder kennt jedes noch so intime Detail ihres Lebens. Wo sie auch hingeht, die Paparazzi sind schon da. Wilde Partys, Spielen mit den Kin-dern oder Ehekrach vor Gericht: Jede Einzelheit wird weltweit bekannt - in Bild, Text und Ton. Und manchmal kann das ganz schön peinlich sein…

… vor allem dann, wenn es einen selber beträfe, wenn die kleinen Geheimnisse des eigenen Privatlebens auf einmal allen zugänglich wären. Sozusagen ein offenes Tagebuch, in dem jeder lesen kann. Im Internet passiert das Tag für Tag. Denn hier füllen Kinder und Jugend-liche ihre Profile bei Social Networking Plattformen wie MySpace oder SchülerVZ gerne mit allerhand privaten Informationen. Dabei überlegen sie oft nicht, wer auf diese Profile zugreifen kann. Schließlich sind es nicht nur die virtuellen Freunde, sondern auch Men-schen, die nicht nur Gutes im Sinn haben. Die Unbedarftheit siegt dabei: 47 Prozent der ju-gendlichen Nutzer von Social Networking Plattformen stellen ihr Profil für alle offen ins Netz, wie eine Symantec-Umfrage ergeben hat. "Um nicht in die Britney-Falle zu tappen und zur öffentlichen Person zu werden, sollte man zunächst darauf achten, dass das persön-liche Profil auf Social Networking-Seiten nur ausgewählten Personen zugänglich ist", er-klärt Sabine Kuch von Symantec. "Dadurch kann man entscheiden, wer am eigenen Privatleben teilhaben darf."
Gerade vermeintlich lustige Bilder im Netz können im echten Leben zum Problem werden. "Auch Personalverantwortliche nutzen das Internet, um Informationen über potentielle Job-kandidaten zu erhalten", sagt die Symantec Sprecherin. "Wilde Partybilder können dann einen guten ersten Eindruck schnell trüben."

Das Netz vergisst nichts
Wer jetzt über sein Online-Profil nachdenkt und schnell ein paar verfängliche Informatio-nen löscht, die er unvorsichtigerweise über sich preisgegeben hat, hat nicht mit dem langen Gedächtnis des Internets gerechnet. Einmal eingestellte Profile können zwar von der ent-sprechenden Seite gelöscht werden, sie können jedoch schon längst über weitere Seiten verbreitet worden sein und tauchen daher weiterhin über Suchmaschinen und an anderen Stellen wieder auf. Für Jugendliche und Kinder kann sich ein weiteres Problem ergeben: "Zuviel Offenheit im Netz kann auch unseriöse oder sogar gefährliche Kontaktaufnahmen durch Fremde bewirken", so Sabine Kuch. Laut dem Norton Online Living Report, ei-ner weltweiten Umfrage von Symantec über das Onlineverhalten von Erwachsenen und Kindern, haben immerhin 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland schon einmal schlechte Erfahrungen mit Online-Annäherungsversuchen von Fremden gemacht. In China gaben sogar 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen solche Negativerlebnisse im Netz an. "Im Internet kann jeder seine Identität verschleiern. Ich weiß also zunächst nicht, wen ich wirklich vor mir habe: tatsächlich Anne, 14 Jahre, Schülerin, oder vielleicht doch Peter, 45 Jahre, mit pädophiler Neigung", gibt Salbreiter zu bedenken. Die Anonymität des Internets reißt manche auch zu Aktionen wie die Verbreitung von Gerüchten hin. Was zu-nächst als "harmloser" Streich beginnt, kann sich zum Mobbing ausweiten und für die be-troffene Person durch die schnelle Verbreitung im Netz sehr unangenehme Folgen haben. Die Konsequenzen können weitreichend sein: Aktuell steht in den USA sogar eine Mutter vor Gericht, die ihre Tochter nach dem Streit mit einer Freundin beim Online-Mobbing un-terstützt hat. Die Symantec Sprecherin: "Es ist daher ratsam, bedacht mit Informationen im Internet umzugehen."

Sieben Tipps von Symantec für mehr Sicherheit beim Social Networking

1. Erst überlegen - dann einstellen
Das gilt besonders für persönliche Details wie Nachname, Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Tele-fonnummer, Adresse usw.). Auch Informationen, die Rückschlüsse auf Ihr privates Umfeld zulas-sen, wie Wohnort, Schule, Arbeitsplatz oder andere Ort, an denen Sie viel Zeit verbringen sind tabu. Private Bilder, vor allem, wenn weitere Personen darauf zu sehen sind, haben in öffentlichen Profilen ebenfalls nichts verloren.

2. Details ja - aber nicht für alle
So können Sie Persönliches einem Kreis von Menschen zugänglich machen, den Sie kennen und mögen. Wenn Sie Kontakte nicht kennen, sollten Sie sie auch nicht für private Informationen frei-schalten. Auf Anfragen Fremder sollten Sie lieber nicht reagieren.

3. Vorsicht bei persönlichen Treffen mit Online-Kontakten
Besonders bei Kindern und Jugendlichen kann es hier problematisch werden, denn schnell kann sich ein als altersgleicher Freund vorgestellter Kontakt als wesentlich ältere Person erweisen, die möglicherweise nicht die besten Absichten hat. Aber auch Erwachsene sollten vorsichtig sein bei Kontakten, die aus dem virtuellen ins echte Leben übertragen werden. Beim ersten Treffen ist es immer sinnvoll, sich in der Öffentlichkeit kennenzulernen. Zusätzliche Sicherheit gibt eine Ver-abredung zusammen mit einer Gruppe von Freunden. Oder man bittet einen guten Bekannten, ei-nen zu begleiten.

4. Ehrlichkeit - auch im Netz
Zugegeben: die Anonymität des Internets hat ihren Reiz. Doch Schwindeleien können gerade bei Kindern gefährlich werden, wenn Sie sich zum Beispiel älter machen, als sie wirklich sind. Sie sind so gefährdet, mit Inhalten und Kontakten in Berührung zu kommen, die alles andere als kindgerecht sind.

5. Kein Ort für Lästereien
Gerüchte verbreiten sich wie Lauffeuer im Internet: Was als harmloser Streich beginnt, ist schnell überall nachzulesen und kann sich zu regelrechten Mobbing-Attacken auswachsen. Die Bandbrei-te der Schikanen reicht von einfachen Gerüchten, über Beleidigungen bis hin zu Videos von De-mütigungen, die per Handy aufgenommen und dann ins Netz gestellt werden. Für den Betroffe-nen ist das sehr unangenehm und kann großen Schaden anrichten, da die Schmähungen quasi für jedermann einsehbar sind und jeder im Internet zuschauen kann, wenn ein anderer nieder gemacht wird.

6. Online-Mobbing - Schikane im Netz verboten
Kindern fehlt oft das Bewusstsein für die Tragweite ihrer Handlungen. Eltern sollten daher offen mit ihren Kindern sprechen, genau erklären, was Online-Mobbing bedeutet und klarmachen, welche Folgen diese Form der Schikane haben kann. Denn: Online-Mobbing ist kein harmloser Spaß, es ist gemein und unfair.

7. Nichts verschwindet wirklich
Möglicherweise finden Sie heute die eingestellten Partybilder noch lustig. Das kann aber schnell anders aussehen, wenn Sie zum Beispiel auf Jobsuche sind und der betreffende Personaler Sie plötzlich auf Ihre "wilde" Zeit anspricht. Bedenken Sie: Gelöschte Informationen aus Profilen sind niemals ganz verschwunden und können immer wieder im Netz auftauchen. Machen Sie einmal den Test und geben Ihren Namen in eine Suchmaschine ein. Sie werden staunen, was Sie alles über sich "herausfinden".

Weitere Informationen zum Online-Verhalten aus der Umfrage von Symantec und weitere Materialien zum Norton Online Living Report können Sie unter http://www.symantec.com/de/de/about/theme.jsp?themeid=studien herunterladen.

Weitere Informationen finden Interessierte auch auf der Norton Family Website: http://www.symantec.com/de/de/norton/themes/familyresource/

 

 
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